Beliebte Museen in Deutschland: Bereit, besucht zu werden

Maske im Museum

Aufgrund der Corona-Pandemie und teilweise unsicheren Reisebedingungen, verbringen immer mehr Deutsche ihren Urlaub 2020 zuhause – denn auch hier gibt es beispielsweise für Kulturinteressierte jede Menge tolle Museen. Wir verraten Ihnen, wo Sie unbedingt einen Stopp einplanen sollten. Leinen los für die Reise zu Deutschlands Museenlandschaft.

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Bild: Adobe Stck / Tupungato
Klar, der Louvre in Paris, die Tate Modern Gallery of Modern Art in London oder die Vatikanischen Museen sind wahre Highlights – doch so weit müssen Sie gar nicht reisen, um Kultur satt zu erleben. Wer dieses Jahr innerhalb Deutschlands Urlaub macht, wird wahrscheinlich ohnehin mal den einen oder anderen Regentag während seines Aufenthalts erwischen. Da bietet sich immer ein Museumsbesuch an.

Regeln und Einschränkungen 

Wie derzeit üblich gelten auch in Museen gerade besondere Vorschriften: Dazu zählen ein Abstand von 1,50 Metern in den Ausstellungsräumen, die Bereitstellung von Desinfektionsmittel sowie die obligatorische Maskenpflicht. Das Abstandhalten wird durch entsprechende Aufkleber auf dem Boden erleichtert, zudem sind die Kassenbereiche durch Plexiglaswände geschützt. Tickets sollten wenn möglich vorab online gekauft werden, da weniger Besucher zugelassen sind. Vielerorts gibt es außerdem fest buchbare Zeitfenster, Führungen werden meist nur eingeschränkt oder gar nicht angeboten. Statt den üblichen Audio-Guides wurden vielerorts Apps entwickelt, die sich die Besucher auf ihre Handys laden können.

Deutsches Museum (München)
Hier können Sie an einem Tag wahrscheinlich nicht einmal alles besichtigen: Es gibt etwa 50 Themenbereiche von Agrar- und Lebensmitteltechnik über Astronomie, Chemie, Foto & Film, Meeresforschung und Physik bis zu Schifffahrt, Telekommunikation und Zeitmessung. Als eines der bedeutendsten naturwissenschaftlich-technischen Museen der Welt verzeichnet das Deutsche Museum rund 1,5 Millionen Besucher jährlich!

Deutsches Spionagemuseum (Berlin)

Schon lange vor der Erfindung von Smartphones und Internet wurde gespitzelt und gespäht – hier können Sie sich anschauen, wie erfinderisch und trickreich von der Antike bis heute vorgegangen wurde. In der Ausstellung stößt man auf zahlreiche eindrucksvolle Exponate wie etwa Original-Requisiten aus den James-Bond-Filmen, Agentenfunkgeräte oder Regenschirme mit Giftpfeilen oder Lippenstiftkameras. Sie können hier zum Beispiel Nachrichten decodieren, Passwörter hacken und sogar einen Laserparcours meistern.

Geldmuseum der deutschen Bundesbank (Frankfurt)

Was ist Geld und seit wann bezahlt man eigentlich damit? Wie viele Euros gibt es insgesamt auf der Welt? Wie entsteht eine Inflation? Diesen und weiteren spannenden Fragen können Sie im Geldmuseum der deutschen Bundesbank auf den Grund gehen. Die 2016 neu eröffnete, hochmoderne Ausstellung bietet durch seine Multimedialität und zahlreiche interaktive Elemente einen tiefen Einblick in die Themen Bargeld, Buchgeld, Geldpolitik und Geld global – auch für Kinder und Jugendliche.

Rock-’n’-Popmuseum (Gronau)

Dieses außergewöhnliche Museum sollten sich Musikbegeisterte nicht entgehen lassen: Bilder, Sounds und Exponate, die durch ein innovatives Soundsystem und multimediale Elemente getragen werden, machen aus dem Besuch ein wahres Erlebnis. Hier erhalten Sie Einblicke in das Leben von Größen der Musikgeschichte wie Freddie Mercury, Madonna oder auch Helene Fischer. 

Weitere bekannte Museen in Deutschland sind neben dem Dokumentationszentrum Topographie des Terrors in Berlin und dem Miniatur Wunderland in Hamburg auch das Deutsche Hygiene-Museum in Dresden, das Conditorei-Museum in Kitzingen oder das Museum Brot und Kunst in Ulm. 

Gerade in Bayern gibt es ebenfalls eine Vielzahl an interessanten Museen: Sportlich wird es etwa in München im FC Bayern Museum oder der BMW Welt, spielerisch im Spielzeugmuseum Nürnberg und in Augsburg gibt es Textilkunst, Design und textiles Handwerk in seiner schönsten Form im Staatlichen Textil- und Industriemuseum (tim) zu begutachten.

Eintrittspreise variieren

Das Last-Minute-Portal 5vorFlug ist bereits 2018 der Kostenfrage generell nachgegangen und fand heraus, dass die Eintrittspreise  in deutschen Museen durchschnittlich bei 7,30 Euro pro Person liegen. Mittlerweile dürften sich diese leicht erhöht haben. Der Vergleich zeigte außerdem, dass das Kulturprogramm in Hamburg am teuersten war. Ebenfalls im oberen Preissegment lagen Museen in Dresden, Frankfurt und Düsseldorf, während Bochum, Bonn und Leipzig sowie überraschenderweise auch Berlin und Köln am günstigsten waren.

Virtueller Rundgang

Übrigens: Mit „Google Arts & Culture“ können Sie auch von zuhause aus einige der populärsten Museen besuchen. Die aufwendig gestalteten virtuellen Rundgänge variieren je nach Haus: Während man sich bei einigen nur durch die ausgestellten Werke klicken kann, ist es bei anderen möglich, sich durch die einzelnen Bereiche zu navigieren – etwa im Pergamonmuseum in Berlin, im Deutschen Museum in München sowie auch im Museum of the World (London) oder im Rijksmuseum (Amsterdam). Dies kann natürlich den echten Museumsbesuch nicht ersetzen – der nächste Regentag kommt ohnehin bestimmt! |Text: Vera Mergle

Eine ausführliche Liste der Beliebtesten Museen in Deutschland finden Sie in unserem e-paper: https://www.trendyone.de/magazin?month=9&year=2020