Getränkeindustrie produziert weniger klassische Cola und Limo - dafür mehr "Light"
Die Getränkeindustrie in Deutschland hat im vergangenen Jahr weniger zuckerhaltige Erfrischungsgetränke und mehr "Light"-Produkte und Mineralwasser hergestellt. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte, wurden im Jahr 2025 rund 7,4 Milliarden Liter zuckerhaltige Erfrischungsgetränke wie Cola oder Limonaden produziert. Das waren 4,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Pro Kopf entspricht dies 89 Litern.
Zugleich stieg die Produktion von "Light"-Varianten um 5,1 Prozent auf 1,6 Milliarden Liter an. Pro Kopf entsprach dies 19 Liter. Mineralwasser, Tafel- und Heilwasser kamen auf knapp 157 Liter pro Kopf. Ihre Produktion stieg im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 Prozent auf rund 13 Milliarden Liter.
Die Bundesstatistiker wiesen zudem darauf hin, dass sich Zuckerkonsum auf Gesundheit und Gewicht auswirken könne. Im Jahr 2024 waren in Deutschland nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 60,6 Prozent der Erwachsenen und 25,1 Prozent der Kinder und Jugendlichen übergewichtig. Rund 24,5 Prozent der Erwachsenen lebten mit Adipositas, bei Kindern und Jugendlichen waren es 9,6 Prozent.
Um den hohen Zuckerkonsum zu begrenzen, gab es 2024 nach Angaben der WHO in 116 Staaten eine Steuer auf zuckerhaltige Getränke. Auch in Deutschland soll eine solche Abgabe eingeführt werden. Das Bundeskabinett beschloss Mitte Oktober einen entsprechenden Gesetzesentwurf, der nun im Bundestag beraten wird.
Konkret vorgesehen ist, dass auf zuckergesüßte Getränke mit einem Zuckergehalt ab fünf Gramm pro hundert Milliliter ein Steuersatz von 26 Cent pro Liter erhoben wird; ab acht Gramm sollen es 32 Cent sein. Erfassen soll die Steuer dabei unter anderem Cola, Limo, Eistees, Energydrinks, Fruchtnektar oder Saftkonzentrate mit Zuckerzusatz.
© 2026 AFP




