Monopolkommission kritisiert Portoerhöhung der Deutschen Post

2089590ff60fe07d05001ed79e1291a7aa355a74
Mann in Weihnachtsmann-Kostüm in DHL-FahrzeugBild: AFP/Archiv / Odd ANDERSEN

Die Monopolkommission hat die starke Portoerhöhung der Deutschen Post kritisiert. "Aus unserer Sicht dürfte das Porto nicht so stark steigen", erklärte der Vorsitzende des Beratungsgremiums der Bundesregierung, Tomaso Duso, am Dienstag. "Damit kann die Deutsche Post andere Geschäftsbereiche zum Nachteil des Wettbewerbs mitfinanzieren." Zudem sollten die Kundinnen und Kunden nur "notwendige Lasten tragen".

Die Bundesnetzagentur hat der Deutschen Post eine Erhöhung des Portos auf Briefe von rund 20 Prozent und auf Pakete von Privatkunden von fast elf Prozent erlaubt. Das Unternehmen schöpfte diese Möglichkeiten aus. Ein Standardbrief kostet so ab Januar 20 Cent mehr. Die Post verwies auf die sinkende Briefmenge bei zugleich steigenden Personal-, Energie- und Sachkosten.

Der Wettbewerbsexperte Duso warf der Bundesnetzagentur vor, zu viele Kosten der Deutschen Post als sogenannte Lasten anzuerkennen. "Wir haben bereits in unserem Postgutachten 2025 empfohlen, diese Lasten strenger zu prüfen", erklärte er. "Die Bundesnetzagentur hat sich zwar intensiv mit unseren Empfehlungen befasst - umgesetzt hat sie leider keine davon." Die Folge sei nun ein überhöhtes Porto.