Eva Weber ist Augsburgs neue Oberbürgermeisterin

CSU-Kandidatin gewinnt Stichwahl gegen Dirk Wurm (SPD)

Unter anderem aufgrund einer sehr hohen Bewerberzahl (insgesamt 13) war es in Augsburg am heutigen Sonntag (29. März) zu einer Stichwahl gekommen, die wegen der Corona-Krise als reine Briefwahl durchgeführt wurde. Auch sonst hatte es in der Region einige spannende Stichwahl-Duelle gegeben.

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Bild: Eva Weber, CSU
Bei der Kommunalwahl am 15. März vor zwei Wochen hatte Favoritin Eva Weber von der CSU 43,1 Prozent bekommen, während 18,8 Prozent der Wähler für Dirk Wurm von der SPD stimmten. Daher kam es nun zwei Wochen später zu einer Stichwahl – und wie erwartet konnte sich Eva Weber durchsetzen. Insgesamt sprachen sich 62,3 Prozent der Augsburger für die 42-Jährige aus, die damit als erste Frau überhaupt für die nächsten sechs Jahre an der Stadtspitze Augsburgs stehen wird. Die Wahlbeteiligung lag diesmal übrigens bei 48,2 Prozent, in der regulären Wahl vor zwei Wochen waren es noch 45,3 Prozent gewesen.

Wer ist Augsburgs neues Oberhaupt?

Eva Weber von der CSU ist bereits seit 2009 in der Stadtpolitik aktiv und seit 2014 Finanz- und Wirtschaftsreferentin von Augsburg. Die 42-Jährige wuchs im Allgäu auf und studierte anschließend Rechtswissenschaften in Augsburg und Bayreuth. Zunächst arbeitete sie bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) in der Rechtsabteilung, bevor sie in die Verwaltung wechselte. Eva Weber ist verheiratet – ihr Vater ist übrigens der frühere Staatssekretär Alfons Zeller. Sie fokussiert sich vor allem auf die wirtschaftliche Lage Augsburgs und will diese weiterhin stärken. Außerdem möchte sie aktuell relevante Themen wie Verkehr, Klima und Wohnen sowie natürlich die Folgen der Corona-Krise konsequent und in Zusammenarbeit mit den Bürgern angehen.

Ergebnisse aus der Region

Nicht nur in der Fuggerstadt wurde gewählt, auch in anderen Städten und Märkten der Region fanden Stichwahlen statt: In Gersthofen setzte sich der bisherige parteilose Bürgermeister Michael Wörle mit 53,0 Prozent durch, während in Donauwörth Newcomer Jürgen Sorré (parteilos, unterstützt von der SPD) 60,9 Prozent erhielt. In Bobingen fiel die Wahl zugunsten von Herausforderer Klaus Förster von der CSU aus (56,1 Prozent) und in Dinkelscherben stimmten 54,8 Prozent für Amtsinhaber Edgar Kalb (Unabhängige Wählergruppe).