Fast alle Preise bleiben über den Jahreswechsel in Augsburg stabil

Umlagen und Abgaben lassen Strompreis steigen

Ob Nahverkehr, Erdgas oder Trinkwasser – es wird zwar Vieles immer teurer, nur die Leistungen der Stadtwerke Augsburg (swa) bleiben zum Jahreswechsel stabil. Einzige Ausnahme: Strom. Staatliche Umlagen und Abgaben steigen ebenso wie seit vielen Monaten der Einkaufspreis an der Strombörse. Und das schlägt sich im Strompreis nieder, für den durchschnittlichen Augsburger Haushalt mit rund 3,80 Euro pro Monat.

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Bild: stock.adobe.com
Preise für Energie, Wasser oder Nahverkehr sind Schwankungen unterworfen. Die Stadtwerke Augsburg geben nur diejenigen Kosten an die Kunden weiter, die von ihnen selbst nicht beeinflusst werden können, ob staatliche Umlagen, Abgaben oder Steuern, Tariferhöhungen oder Einkaufspreise. Andererseits profitieren swa Kunden mit Preissenkungen, wenn diese Kosten sinken.

Beispiel Erdgas: Das im Gegensatz zum Öl umweltfreundlichere Erdgas bleibt bei den swa weiterhin preiswert. Nach einer Preissenkung 2017 und einer leichten Erhöhung in diesem Jahr, bleibt der Gaspreis mit Jahresbeginn 2020 unverändert.
 
Nicht einmal 0,2 Cent für einen Liter bestes Trinkwasser
 
Keine Preisänderungen gibt es auch beim Trinkwasser. Nicht einmal 0,2 Cent kostetet durchschnittlich ein Liter Trinkwasser, frisches, naturbelassenes Grundwasser aus dem Augsburger Siebentischwald, am heimischen Wasserhahn. Damit bleibt der Augsburger Wasserpreis auch im bundesweiten Großstadt-Vergleich sehr günstig.
 
Nahverkehr: Kostenlose City-Zone
 
Im bundesweiten Vergleich sind auch die Tarife im Augsburger Nahverkehr günstig, vor allem bei Abos, Monats- und Tageskarten sowie der Kurzstrecke. Zwar gibt es beim ÖPNV im AVV zum Jahreswechsel keine Tarifänderungen, dennoch eine bundesweit einmalige Änderung: Mit der City-Zone ab 1. Januar 2020 kann im Innenstadtkern, von Rathausplatz bis Hauptbahnhof und Theodor-Heuss-Platz bis Staatstheater, kostenlos Bus und Tram genutzt werden.
 
Steigende EEG-Umlage und Netzentgelte
 
Nur der Strompreis muss aufgrund der Rahmenbedingungen angehoben werden. Konnten die swa den Strompreis in den Jahren 2016, 2017 und 2018 stabil halten, führten 2019 steigende Einkaufspreise an der Strombörse zu einer moderaten Preiserhöhung. Zum Jahreswechsel 2020 sind es vor allem die staatliche EEG-Umlage zur Finanzierung des Ausbaus der erneuerbaren Energien und steigende Entgelte für die überregionale Netznutzung, die den Strompreis steigen lassen. So erhöht sich die EEG-Umlage um über fünf Prozent. Die umgelegten Kosten zur Modernisierung der Netzinfrastruktur steigen um fast zehn Prozent. Aber auch der Stromeinkaufspreis an der Strombörse steigt seit gut zwei Jahren.
 
Die swa müssen den Strompreis im Basis-Tarif deshalb um 5,5 Prozent erhöhen, das sind für einen durchschnittlichen Augsburger Haushalt mit 2.400 kWh pro Jahr rund 3,80 Euro Mehrkosten im Monat.
 
80 Prozent des Preises ist staatlich festgelegt
 
Nur noch 20 Prozent des Strompreises können Energieunternehmen heute noch selbst bestimmen. Etwa 80 Prozent machen staatliche Umlagen, Abgaben Steuern oder die staatlich regulierten Netzkosten aus.
 
swa Ökostrom weit über Bundesdurchschnitt

Übrigens: Der Anteil von Ökostrom ist bei den swa besonders hoch. Im allgemeinen Strommix der swa liegt der Ökostrom aus erneuerbaren Energien wie Wind, Sonne und Wasserkraft mit einem Anteil von 56 Prozent klar über dem Bundesdurchschnitt mit 38 Prozent. Besonders nachhaltig ist der Tarif Regenio, der Strom stammt zu 100 Prozent aus Wasserkraft aus der Region. Günstige Alternativen zur Grundversorgung, also dem Tarif Basis, ist insbesondere der Tarif swa Augsburg.