IHK übergibt Uniklinik Augsburg 850 Schutzmasken

Die Zusammenarbeit soll intensiviert werden

Viele Firmen sagen in dieser herausfordernden Zeit den Mitarbeitern des UKA auf besondere Weise Danke, indem sie Blumen, Speisen, Süßigkeiten, Kosmetika spenden. Auch die IHK hat nun vor allem den systemrelevanten Mitarbeitern eine Freude gemacht und knapp 900 der so dringend benötigten FFP2-Schutzmasken übergeben.

cropped-1587972932-2020-uebergabe-ffp2-masken-im-uk-ihk-fas-10391
Bild: Universitätsklinikum Augsburg
Anlass des Treffens war der Antrittsbesuch des neuen Hauptgeschäftsführers der IHK, Dr. Marc Lucassen. Er freue sich, sagte Lucassen, die Zusammenarbeit mit dem UKA „mit dieser kleinen Geste“ fortsetzen zu können. Prof. Dr. Martin Trepel, einer der stellvertretenden Ärztlichen Direktoren, wollte das so jedoch nicht stehen lassen und sagte: „Das ist nicht nur eine kleine Geste. 850 Masken sind eine richtige Größe, die uns sehr weiterhilft und uns bei einer unserer wichtigsten Aufgaben hilft: dem Schutz unserer Mitarbeiter.“ Auch der Vorstandsvorsitzende und Ärztliche Direktor, Prof. Dr. Michael Beyer, sprach der IHK Schwaben seinen Dank aus: „Die Masken sind äußerst wertvoll für uns und unseren Versorgungsauftrag.“ Der Vorstandsvorsitzende des UKA schilderte die derzeitige Corona-Situation am UKA. „Wir haben die Lage dank des großen Engagements aller Mitarbeiter gut im Griff. Jetzt gilt es, langsam und kontrolliert den Normalbetrieb wieder hochzufahren“, so Beyer weiter. Auch das werde noch einmal eine große Herausforderung in den kommenden Wochen und Monaten. „Aber auch die werden wir meistern.“

Möglich geworden war die Übergabe der Masken durch die guten Asien-Kontakte von Wei Li, Leiterin des China Competence Centers bei der IHK Schwaben. Die Pakete sind eine Spende der vier Organisationen Sino-Germany Medical Cooperation and Exchange Promotion Association e.V., Chinesischer Verein München e.V., Chinese-German Center for Technology & Innovation und Verein der Chinese Scholarship Council Academic in München. Lucassen betonte, dass die IHK Schwaben in der Vergangenheit eng mit dem UKA kooperiert hat und er die Zusammenarbeit in Zukunft gern intensivieren möchte. Gleichzeitig kündigte er weitere Unterstützung an: „Die Masken heute waren gewissermaßen die Vorhut.“

Auch bei der IHK Schwaben gibt es seit sechs Wochen kaum ein anderes Thema als das neuartige Corona-Virus. Insofern sei es ihnen wichtig gewesen, „gerade dieses Haus zu unterstützen“, so Lucassen. „Das Virus wird uns noch länger beschäftigen, so lange keine Impfstoff zur Verfügung steht“, bestätigte auch Michael Bungarten, Kaufmännischer Direktor am UKA. Eine Riesen- Herausforderung sei jetzt der Spagat zwischen der Behandlung der Covid-19- sowie der anderen Patienten, für die das Haus ja die gleiche Verantwortung trage. Verantwortung empfinde er als Kaufmännischer Direktor auch gegenüber Geschäftspartnern und deren Mitarbeitern. So habe man mittels des Instrumentes der befristeten Arbeitnehmerüberlassung einige der Kollegen, die im Café im ersten Stock des UKA angestellt sind und das nun geschlossen hat, in den Bereich Facilities Management übernommen, um ihnen eine Weiterbeschäftigung und Erwerbsquelle zu ermöglichen, so Bungarten. Gleiches gelte für Arbeitnehmer aus einem Augsburger IT-Unternehmen, die in den Bereich Medizinische Informationstechnik am UKA übernommen werden konnten.
Bei der Sicherung von Fachkräften renne er bei ihm offene Türen ein, sagte der IHK-Hauptgeschäftsführer. Beide, Bungarten und Lucassen, wollen denn auch den gegenseitigen Austausch intensivieren und die konkrete Zusammenarbeit suchen. Die könnte sich schon bald ergeben bei der Suche nach Flächen für Nass-Labore. „Das ist eine große Herausforderung in Augsburg. Hier gibt es noch viel zu wenige Strukturen“, sagte Bungarten.

Pflegedirektorin Susanne Arnold, die am UKA den personalstärksten Bereich mit 2.000 Mitarbeitern leitet, ist, was den Fachkräftemangel betrifft, leidgeprüft. Besonders bemerkbar mache er sich im Intensivbereich. „Die Situation jetzt trifft uns natürlich besonders hart“, sagte sie. Gleichwohl sei eine große Solidarität unter den Mitarbeitern spürbar, „so dass wir in der Krise trotz der Krise gut aufgestellt sind“, so Arnold.