Bei IHK Ulm ist das„Kümmerer“-Programm weiter erfolgreich

Langfristige Fachkräftesicherung

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg fördert seit Januar 2016 im Rahmen des Programms „Integration durch Ausbildung – Perspektiven für Zugewanderte" flächendeckend im Land rund 50 regionale „Kümmerer", darunter zwei bei der IHK Ulm.

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Bild: stock.adbe / Tobias Arhelger
Letztes Jahr wurde das Programm an die Migrationslage angepasst und so werden seitdem neben Flüchtlingen auch Zugewanderte aus Drittstaaten und Europäer in passende Praktika- und Einstiegsqualifizierungsplätze sowie in Ausbildung vermittelt – und darüber hinaus während der ersten sechs Monate ihrer Lehrzeit betreut. Gleichzeitig beraten und unterstützen die Kümmerer Ausbildungsbetriebe in allen Belangen rund um die Themen Interkulturalität, Asylrecht und ausbildungsbegleitende Hilfen.

Wie die neueste Erhebung zeigt, wurden von Januar 2016 bis September 2020 durch das Projekt in ganz Baden-Württemberg 2.666 Zugewanderte erfolgreich in eine berufliche Ausbildung vermittelt. Trotz der Einschränkungen bei der Betreuungs- und Vermittlungsarbeit im Frühjahr letzten Jahres konnten auch 2020 landesweit fast 500 internationale Bewerber eine Ausbildung aufnehmen. In der IHK-Region Ulm war die Arbeit ebenfalls weiterhin erfolgreich: Trotz der teilweise schwierigen Umstände des vergangenen Jahres wurden dort 54 neue Auszubildende von den Kümmerern der IHK Ulm vermittelt.

Dadurch trägt die IHK Ulm aktiv zur Fachkräftesicherung in der Region bei. „Auch in dieser schwierigen Zeit sind unsere Kümmerer die ersten Ansprechpartner zur Ausbildung von jungen Flüchtlingen und Migranten in der IHK-Region Ulm. Vor dem Hintergrund der Corona-Krise setzen unsere Unternehmen weiterhin auf die Ausbildung, um den Fachkräftebedarf längerfristig zu decken“, so Max-Martin Deinhard, Hauptgeschäftsführer der IHK Ulm.