Joker haben mit dezimierten Gästen keine Probleme

ESVK schlägt die Selber Wölfe mit 8:0

Die Wölfe aus Selb waren am Sonntagnachmittag an die Wertach gereist, um gegen den ESV Kaufbeuren anzutreten. Endlich waren zu diesem Anlass auch wieder 743 Zuschauer in der erdgas schwaben arena dabei.

cropped-1643618898-adobestock_315642668
Bild: Adobe Stock / dusanpetkovic1
Die von Coronafällen und Verletzungen gebeutelten letztplatzierten Aufsteiger mussten mit einer sehr kurzen Bank antreten, aber auch beim ESVK fehlten Stefan Vajs, Fabian Voit, Markus Schweiger und Fabian Koziol im Kader. Der finnische Neuzugang Mikko Lehtonen durfte sich nach dem Achtungserfolg der Joker, am Freitag gegen Ravensburg, auf sein erstes Heimspiel für die Rotgelben freuen.

Die Hausherren gaben von Beginn den Ton an und prüften durch Tyler Spurgeon und Sami Blomqvist die Reflexe von Michel Weidekamp im Wölfe Tor. Bei einem Schuss von Lukas Klughardt in der vierten Minute, musste dann auch Maximilian Meier zum ersten Mal eingreifen, hatte dabei aber keine größeren Schwierigkeiten. In der siebten Minute lief der erste zwingende Angriff der Joker über Simon Schütz, der die Scheibe in den Lauf von Philipp Krauß spielte und dieser mittlerweile eiskalt vor dem Tor und mit dem 1:0 für Rotgelb. Der ESVK blieb weiter am Drücker, Sami Blomqvist kam mit viel Speed ins Angriffsdrittel legte aus der Drehung hinter sich zu seinem Landsmann Mikko Lehtonen und der haut das Ding wuchtig unter die Querlatte, zur 2:0 Führung in der 10. Minuten. Ein erstes Powerplay für Kaufbeuren brachte nicht viel ein und die Gäste kommen im Anschluss durch Nick Miglio zu einer Topchance, die Maximilian Meier mit einer blitzsauberen Parade entschärfen konnte. Die Joker machten es sich jetzt unnötig schwer, agierten kurzzeitig etwas unsortiert und fingen sich die erste Strafzeit gegen Jan Pavlu ein. In Unterzahl waren sie auch wieder voll auf der Höhe und hätten durch Sami Blomqvist fast einen Shorthander erzielen können. Vor der Pause fiel dann auch noch ein weiterer Treffer für den ESV und der war wieder sehenswert. Philipp Krauß schickte erst John Lammers auf die Reise, der kurz vor dem Selber Kasten nochmals quer auf Joey Lewis ablegte, der sich herzlich mit einem Treffer bedankte und auf 3:0 zur Pause stellte.

Das zweite Drittel begann direkt mit einer Überzahl für die Wölfe, weil Sami Blomqvist wegen hohen Stocks auf die Strafbank geschickt wurde. Maximilian Meier packte dabei in Unterzahl, einen bärenstarken Save aus und verhinderte somit den ersten Treffer der Gäste. Die Joker in der Folge wieder spielbestimmend, wenn auch teilweise etwas umständlich im Spielaufbau. In der 26. Minute setzte es eine Strafe gegen Feodor Boiarchinov und Rotgelb durfte mit einem Mann mehr ran. In Überzahl zog John Lammers auf der rechten Außenbahn vor, brachte die Scheibe schön zentral vor Weidekamp und dort wurde sie mustergültig von Yannik Burghart zum 4:0 versenkt. Knapp drei Minuten später passt Sami Blomqvist das Spielgerät vor das Gäste Tor, wo wie so oft Kaufbeurens Kapitän Tyler Spurgeon lauerte und auf 5:0 erhöhte. Von Selb war mittlerweile so gut wie Nichts in der Offensive zu sehen und die Joker in der 33. mit dem nächsten Powerplay. Dieses Mal wollte aber kein weiterer Treffer fallen, Tyler Spurgeon traf nämlich nur den Torpfosten. Minute 36 brach an und Sami Blomqvist ließ erneut die Selber Hintermannschaft stehen, passte im letzten Moment in den Slot zu Mikko Lehtonen und der musste für Treffer Nummer Zwei im Heimdebüt, nur noch seinen Schläger reinhalten. Die letzten beiden Minuten im Mitteldrittel gehörten dann chancentechnisch den Gästen, die aber allesamt am glänzend aufgelegten Maximilian Meier und bei einem Alleingang von Nick Miglio auch noch an der Torlatte scheiterten.

Auch zu Beginn des letzten Drittels musste mit Florian Thomas früh ein Joker auf der Strafbank platznehmen und wieder zeigte der ESV ein gutes Unterzahlspiel, aus dem sich ein Alleingang von Max Oswald ergab, der am Ende nur unfair gestoppt werden konnte und einen Penaltyshot zugesprochen bekam. Max Oswald lief an machte zwei schnelle Bewegungen und steckte Weidekamp den Puck durch die Hosenträger zum 7:0 in der 42. Spielminute. Dann wurde es etwas gemütlicher auf dem Eis, die Joker mussten und die Selber konnten in der Phase einfach nicht mehr zeigen. Joey Lewis und Tyler Spurgeon dabei mit der besten Chance, bei einer Zwei auf Eins Situation, aber der Wölfe Schlussmann konnte abwehren. In der 48. Minute nutzte Mikko Lehtonen eine gute Einschussmöglichkeit, nach Zuspiel von Alex Thiel erst nicht, der Finne schnappte sich die Scheibe aber erneut und brachte sie hinter dem Tor stehend auf Sami Blomqvist, der sie aus spitzem Winkel humorlos zum 8:0 in die Maschen knallte. Dann ein Selber Lebenszeichen durch Routinier Lukas Slavetinsky, dessen Schuss aber von Meier aus der Luft gepflückt wurde. Auf der anderen Seite Lehtonen mit der dem nächsten OneTimer und im Gegenzug musste dann Kaufbeurens Keeper gleich zweimal in höchster Not klären und verwehrte den Gästen den Ehrentreffer. In Minute 56 kam es für die Wölfe noch dicker, weil Feodor Boiarchinov nach einem Zweikampf in die Bande krachte und nur gestützt das Eis verlassen konnte. Sportlich gesehen gab es noch einen Lattentreffer von Florian Thomas und einen Pfostentreffer von Sami Blomqvist, binnen weniger Sekunden zu erwähnen, bis die unrühmlichen letzten zwei Minuten anbrachen. Der Frust saß mittlerweile tief bei den Gästen und Nick Miglio lief einen überharten Check auf Kopfhöhe gegen Markus Lillich, der sofort zu Boden ging, direkt danach brannten Leon Lilik die Sicherungen durch und er schlug den jungen Johannes Krauß ins Gesicht, woraufhin ihn Max Oswald ebenfalls mit einigen Fausthieben ruhigstellte. Diese Aktion brachte zwei große 5 Minuten Strafen gegen Selb und eine weiter 5 Minuten Strafe gegen die Joker mit sich. Ohne weitere Treffer endete das Spiel, mit einem nie wirklich gefährdeten 8:0 Sieg der Buron Joker, in dem Maximilian Meier einen Shutout und Mikko Lehtonen einen Einstand nach Maß feiern durften.