LEW errichtet 120 neue Ladepunkte für Elektroautos im Südwesten Bayerns

Gleichstrom-Schnellladestation im oberbayerischen Kaufering

Mit der Inbetriebnahme einer Gleichstrom-Schnellladestation im oberbayerischen Kaufering hat die Lechwerke AG (LEW) das Bundesförderprogramm Ladeinfrastruktur in ihrem Gebiet offiziell abgeschlossen.

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LEW-Vorstand Norbert Schürmann und Kauferings Erste Bürgermeisterin Bärbel Wagener-Bühler (v.l.n.r.) nahmen die Schnellladestation offiziell in BetriebBild: Bleier / LEW
Im Rahmen des Förderprogramms hat LEW in der gesamten Region insgesamt rund 60 neue Ladestationen (= 120 Ladepunkte) errichtet, darunter 16 Gleichstrom-Schnelllader.

„Eine flächendeckende Ladeinfrastruktur ist für den Erfolg der Elektromobilität ganz entscheidend“, sagt LEW-Vorstandsmitglied Norbert Schürmann. „Wir sind größter Betreiber öffentlicher Ladeinfrastruktur in der Region und Vorreiter in Sachen Elektromobilität. Mit unseren insgesamt 270 Ladepunkten liegen wir beim Aufbau der Ladeinfrastruktur in unserer Region voll im Plan. Nun sind die Automobilhersteller am Zug, attraktive und bezahlbare E-Autos auf den Markt zu bringen. Dann wird sich die Elektromobilität in den nächsten Jahren sehr dynamisch entwickeln.

„Wir haben ein großes Interesse für das Bundesförderprogramm für Ladeinfrastruktur erlebt – der Ausbau des Netzes schreitet voran“, sagt Dr. Klaus Bonhoff, Geschäftsführer der NOW GmbH (Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellen- technologie), die die Umsetzung der Förderrichtlinie koordiniert. „Das ist eine wichtige Voraussetzung für den weiteren Markthochlauf von Elektromobilität mit Batterie, denn wir brauchen in Deutschland bis zum Jahr 2030 10 Millionen Fahrzeuge mit null Emissionen auf den Straßen, um die gesetzten Klimaziele zu erreichen. Mit ihren jetzt 60 neuen Ladesäulen leisten die Lechwerke einen wichtigen Beitrag dazu.“

Das eigens von LEW entwickelte Flächenkonzept besteht aus einer Mischung von Gleichstrom-Schnellladestationen (DC- Ladestationen) entlang der Autobahnen und Fernstraßen sowie in Städten und Wechselstrom-Ladestationen (AC-Ladestationen) in den ländlichen Gebieten. Mit den neuen Stromtankstellen wird die Infrastruktur dem erwarteten zukünftigen Bedarf angepasst. Die Strommengen für alle LEW-Ladestationen werden ausschließlich regenerativ erzeugt, sodass CO2-freies Fahren möglich ist.

Die rund 60 neuen Ladesäulen kosteten insgesamt rund 1,5 Millionen Euro und wurden im Rahmen der Förderrichtlinie Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge (LIS) mit rund 640.000 Euro durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert. Mit dem Bundesprogramm Ladeinfrastruktur unterstützt das BMVI den Aufbau von 5.000 Schnell- und 10.000 Normalladestationen mit insgesamt 300 Millionen Euro. Gefördert werden dabei nur Ladesäulen, die öffentlich zugänglich sind und mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden.

Bezahlen können Fahrer von Elektroautos das Laden mithilfe der App „eCharge“ von innogy über Kreditkarte oder Paypal. Alternativ können Kunden mit dem Vertrag „LEW Autostrom“ oder der „LEW Autostrom Monatsflat“ für einen Pauschalpreis die Ladestationen unbegrenzt nutzen, ebenso wie rund 4.900 weitere Ladepunkte des innogy-Ladeverbunds. Auch Kunden mit dem Vertrag „LEW Business Autostrom“ können hier vertragsbasiert laden. Darüber hinaus werden die Ladesäulen in das größte deutsche Roamingnetzwerk von Hubject eingebunden und können somit auch von Kunden anderer Mobilitätsanbieter genutzt werden.