Trotz Corona Praktikas an Augsburger Mittelschulen möglich

Augsburger Allianz für Arbeitsplätze ruft Projekt „Schülerpraktikum 2021“ ins Leben

Ein Praktikum ist auch unter Corona-Bedingungen möglich. „Wir wissen, dass viele Jugendliche über ein Praktikum leichter den für sie passenden Ausbildungsplatz finden, vor allem, wenn die Noten des Zwischenzeugnisses nicht die besten sind. Daher sollte für die Jugendlichen in den Abschlussklassen der Mittelschulen auch unter Corona-Bedingungen ein Praktikum möglich sein. Denn für viele Praktika besteht die Gefahr, dass sie ausfallen, was wiederum Auswirkungen auf den Ausbildungsbeginn im September hätte“, erklärt Elsa Koller- Knedlik, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Augsburg.

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Bild: Adobe Stock/Brocreative

Hohe Quote an Praktikumszusagen


Die Augsburger Allianz für Arbeitsplätze hat daher das Projekt „Schülerpraktikum 2021“ ins Leben gerufen. Alle Allianzmitglieder – Stadt Augsburg, Industrie- und Handelskammer Schwaben, Handwerkskammer für Schwaben, Deutscher Gewerkschaftsbund, IG Metall, Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. (vbw), Agentur für Arbeit Augsburg– wirken bei diesem Projekt zusammen, damit Praktika auch unter Corona-Bedingungen stattfinden können. Das gemeinsame Ziel ist die Unterstützung der diesjährigen Absolventen der städtischen Mittelschulen und der Ausbildungsbetriebe, um den jungen Menschen den Weg in ein Praktikum zu ebnen. Dieses soll in den noch verbleibenden Schulwochen oder in den Sommerferien stattfinden. Alle Augsburger Mittelschulen haben ihr Interesse an dieser Aktion bekundet und melden nun die interessierten Schülerinnen und Schüler an die Agentur für Arbeit Augsburg. Neben dem Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur akquirieren die beiden Kammern und der vbw bei ihren Mitgliedsbetrieben Praktikastellen und die Berufsberatung der Agentur für Arbeit Augsburg bringt dann beide zusammen.Oberbürgermeisterin Eva Weber ist „angetan über das regeInteresse in den ersten beiden Wochen. Schon 90 Jugendliche haben sich gemeldet und mehr als die Hälfte von ihnen hat bereits eine Praktikumsstelle in Aussicht. Das ist eine tolleQuote.“

Ausbildung wird vom Bund gefördert und generiert wirtschaftliche Stabilität in der Region

Wirtschaftsreferent Dr. Wolfgang Hübschle betont: „Jede Investition in eine solide Ausbildung zahlt sich langfristig auf den Wirtschaftsstandort aus. Wir wissen um die hervorragende Qualität der ausbildenden Betriebe in Augsburg. Der Bund unterstützt auch im Ausbildungsjahr 2021/2022 kleine und mittlere Unternehmen, die mit den Folgen der Pandemie zu kämpfen haben, mit einer Ausbildungsprämie.“ IHK-Hauptgeschäftsführer Marc Lucassen erklärt: „Noch können nicht alle Schülerwünsche passgenau erfüllt werden. Wir sind jedoch weiterhin aktiv, um Ausbildungsplätze beispielsweise im Handel oder der Zerspanungsmechanik einzuwerben.“ „Auch imhandwerklichen Bereich wünschen wir uns noch Betriebe, die Praktika anbieten können“, ergänzt HWK-Hauptgeschäftsführer Ulrich Wagner. Und Michael Leppek, 1. Bevollmächtigter und Geschäftsführer der IG Metall Augsburg weiß, wie sinnvolleine Ausbildung sein kann: „Mit einer Ausbildung wird vor allem praktisches Wissen vermittelt. Und nach einer abgeschlossenenAusbildung ist der erste Schritt ins Berufsleben bereits getan.“ „Um aber auch den richtigen Beruf ergreifen zu können, ist ein Praktikum, das der Orientierung dient und späteren Enttäuschungen auf beiden Seiten vorbeugen kann, von sehr großer Bedeutung“, fügt Silke Klos-Pöllinger, Vorsitzende des DGB-Kreisverband Augsburg an. „Durch individuelle und dabeiumfassende Berufsinformation mit örtlichem Bezug ermöglichen wir den Jugendlichen einen zielgerichteten Zugang zu ihrem Traumberuf. Denn die Chancen der Jugendlichen, einen Ausbildungsplatz zu finden, sind trotz der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie erfreulich gut. Die Ausbildungsbereitschaft der schwäbischen Unternehmen ist weiterhin hoch, sie reagieren gerade auch im Sinne der heranwachsenden Generation mit vielen zukunftsfähigenAusbildungsangeboten“, ist sich Stephanie Ammicht, Geschäftsführerin der vbw Bezirksgruppe Schwaben, sicher.