ratiopharm ulm: 1:1-Ausgleich durch bissige Berliner

Ulmer müssen Niederlage hinnehmen

ratiopharm ulm muss im zweiten Halbfinale eine 92:78-Niederlage gegen ALBA BERLIN hinnehmen. Für die nächsten beiden Spiele (Donnerstag und Samstag) wechselt das Heimrecht nach Ulm.

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Bild: ratiopharm ulm
Vor 1.000 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena gelang es ratiopharm ulm zwar, sich trotz der Berliner Läufe immer wieder in Schlagdistanz zu bringen, das Ruder herumreißen konnte das Team von Jaka Lakovic an diesem Abend jedoch nicht. „Alba war heute das bessere Team und hat aggressiver verteidigt. Wir haben viele Duelle im 1-gegen-1 verloren, was uns letztlich das Spiel gekostet hat“, kommentierte der Head Coach. Dabei lieferte sein Team insgesamt bessere Wurf-Quoten ab als im ersten Aufeinandertreffen am Sonntag, leistete sich jedoch auch 15 Turnover und bekam 25 Foulpfiffe gegen sich. Einer dieser Pfiffe hatte nach 26 Minuten folgenschwere Konsequenzen: Dylan Osetkowski wurde ein unsportliches Foul angelastet, nachdem er einen Berliner Fastbreak unterbrochen hatte. Da sich der Bigman davor bereits ein technisches Foul geleistet hatte, wurde er disqualifiziert. „Natürlich hat uns das Ausscheiden von Dylan beeinflusst, weil er einer unserer Leader ist. Sowas kann passieren. Wir müssen uns jetzt auf das nächste Spiel vorbereiten. Um dort eine Chance zu haben, brauchen wir eine bessere Leistung in der Defensive“, so Lakovic. Tipoff für das dritte Spiel der Serie ist am Donnerstag um 20.30 Uhr in der ratiopharm arena.

Spielverlauf:

Die Gastgeber begannen an beiden Enden des Feldes aggressiv und eröffneten das zweite Halbfinal-Spiel mit einem 9:0-Lauf. ratiopharm ulm leistete sich dagegen zwei schnelle Turnover in den Anfangssequenzen und musste über drei Minuten warten, ehe Andi Obst aus der Mitteldistanz die ersten Punkte besorgen konnte (9:2). Nach zwei Dreiern in Serie von Troy Caupain waren dann aber auch die Gäste im Spiel angekommen (11:8, 5.). ALBA zeigte sich davon jedoch unbeeindruckt, ließ den Ball in der Offensive gut laufen (12 Assists im ersten Viertel) und baute den Vorsprung in der Folge auf 21:14 aus (7.). Fünf Zähler von Demitrius Conger sowie ein krachender Put-Back-Dunk von Aric Holman hielten die Ulmer danach zwar erstmal im Spiel (24:18), bis zum Ende des ersten Abschnitts führten die Hausherren nach einem Dreier von Eriksson jedoch erstmals zweistellig (28:18). Auch nach der kurzen Unterbrechung blieb der amtierende Meister zunächst am Drücker (32:20, 13.), geriet anschließend jedoch etwas ins Stocken. Das lag vor allem daran, dass die Ulmer energischer verteidigten, sich in dieser Phase vier Steals schnappten und den Rückstand angeführt von Clark und Caupain mit einem 12:4-Lauf auf 36:32 verkürzten (16.). Eine anschließende Auszeit von Coach Aito markierte dann allerdings den nächsten Wendepunkt im Spiel: Danach kamen die Berliner nämlich wieder deutlich besser in die Spur, brachten über die Transition viel Tempo ins Spiel und erhöhten innerhalb der nächsten zwei Minuten schnell wieder auf zehn Punkte (42:32, 18.). Und während die Ulmer ihren Rhythmus mit einigen unglücklichen Offensiv-Aktionen einbüßen mussten, legte ALBA bis zur Pause einen 11:3-Lauf hin und führte nach einem Dreier von Granger mit 47:33.

Nach dem Seitenwechsel benötigten beide Teams eine Weile, um wieder auf Betriebstemperatur zu kommen. Mit einem 7:2-Lauf waren es dann aber die Gäste, die die ersten Akzente in der zweiten Hälfte setzten und nach einem Step-Back Dreier von Obst nur noch mit neun Zählern zurücklagen (49:40, 23.). Weil danach allerdings drei Ulmer Turnover und ein Fehlwurf folgten, erlangten die Hauptstädter die Kontrolle schnell wieder zurück (52:40). Und dann kam es noch dicker für das Team von Jaka Lakvoic: Nachdem die Ulmer den nächsten Ballverlust verzeichnen mussten, leistete sich Dylan Osetkowski ein unsportliches Foul gegen Maodo Lo, um den Fastbreak zu stoppen. Da der Bigman zuvor jedoch schon mit einem technischen Foul bestraft worden war, musste der Center den Innenraum der Halle verlassen. (58:42, 27.). Trotzdem gelang es ratiopharm ulm auch dank der wichtigen Distanzwürfe von Conger und Holman den Rückstand bis zum Ende des dritten Viertels im einstelligen Bereich zu halten (66:57, 30.). Und auch zu Beginn des Schlussabschnitts waren es die beiden US-Amerikaner, die ihre Farben näher heranbrachten. Per Dunk vollendete Conger einen viertelübergreifenden 11:2-Run, um auf sieben Punkte zu verkürzen. Doch ALBA fand die passende Antwort und führte nach einem Drei-Punkt-Spiel von Eriksson und einem erfolgreichen Dreier von Lo schnell wieder komfortabel (76:61, 33.). Danach versuchten die Gäste mit vereinten Kräften zwar noch einmal alles, um die Partie spannend zu gestalten (83:70, 38.), doch die Berliner ließen kein Comeback mehr zu. Und spätestens nach einem weiteren Dreier von Topscorer Lo zum 88:72 war die Partie entschieden.