4. Aktionstag für Alleinerziehende in der Handwerkskammer

Beim 4. Aktionstag wurden viele Hilfen präsentiert

Über 100 Single-Eltern, die ihre Kinder ohne einen Partner versorgen und erziehen, nahmen in diesem Jahr die Angebote des 4. Aktionstages für Alleinerziehende wahr. Für die großen Themen dieser Zielgruppe wie berufliche Aus- und Weiterbildung, Wohnen, Erziehung, Kindertagesbetreuung und Fragen der Versorgung und Alterssicherung gab es ein umfangreiches und interessantes Angebot.

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Die Offiziellen beim 4. Aktionstag für Alleinerziehende in der Handwerkskammer. Von links: Susanne Gastl, Marianne Weiß, Bürgermeisterin Eva Weber, HWK-Vizepräsident Konr...Bild: HWK Schwaben
Der Arbeitskreis für Alleinerziehende Augsburg hatte in Kooperation mit der Handwerkskammer für Schwaben (HWK) diesen Tag zusammengestellt. Die Schirmherrschaft über die Veranstaltung hatte die Bayerische Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales Kerstin Schreyer und HWK-Präsident Hans-Peter Rauch übernommen. Die Bedeutung dieser Veranstaltung bringt Susanne Puhle, Vorstandsmitglied im Arbeitskreis Alleinerziehende zum  Ausdruck: „Wir hatten sehr interessierte Besucher, die Informationen und Vorträge gut angenommen haben. Die Themen Wohnraum und Arbeit sowie Ausbildung standen im Mittelpunkt. Dazu kamen konkrete Fragen.“ Das größte Problem für Alleinerziehende, die arbeiten müssen so Puhle weiter, sei nach wie vor die Kinderbetreuung. Während der Ferien oder an Tagesrandzeiten hätten diese Mütter und Väter Probleme die Kinder versorgt zu wissen. Wer hier nicht auf Großeltern, Verwandte, Freunde oder Nachbarn zurückgreifen kann, tut sich immer noch enorm schwer einen Arbeitsplatz zu finden. „Da muss sich auch bei den Unternehmen etwas ändern,“ ist sich Puhle sicher.

Auch HWK-Vizepräsident Konrad Rebholz betonte in seinem Grußwort die Wichtigkeit dieser Veranstaltung: „Es ist die ureigenste Aufgabe unserer Gesellschaft Netzwerke und Möglichkeiten zu schaffen, die angespannte Situationen für Alleinerziehende und ihre Kinder zu entzerren und zu versuchen Chancengleichheit zu erreichen.“ Die Augsburger Bürgermeisterin Eva Weber sagte in ihrem Grußwort: „Bei der Stadt ist angekommen, dass Alleinerziehende vor großen Herausforderungen stehen.“ Sie rief dazu auf, die bestehenden Angebote z. B. das Wohnraumbüro und die Familienstützpunkte zu nutzen. „Wir werden uns weiter für diese Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt engagieren.“

Der Ablauf

An Infoständen und bei Kurzvorträgen konnten sich Alleinerziehende informieren. Zusammen mit Partnern wie dem Amt für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Augsburg, dem Jobcentern Stadt und Land, der IHK Schwaben, der Deutschen Rentenversicherung, den Schwangeren-beratungsstellen, KAB, der Agentur für Arbeit und anderen hatten die Alleinerziehenden die Möglichkeit sich in Ruhe zu informieren. Die Kinder waren in der Zwischenzeit gut versorgt. Denn für den Nachwuchs war eine Kinderbetreuung von den Familienstützpunkten mit Zoobesuch organisiert und am FamilienMobil gab es verschiedene Unterhaltungsmöglichkeiten. 80 Kinder nahmen dieses Angebot wahr.