Heißer Krimi in der CHL: Augsburger Panther holen Punkt nach Penaltyschießen gegen Liberec

Ein Zähler fehlt zum Achtelfinale

Für die Augsburger Panther ging es am heutigen Abend um die vorzeitige Qualifikation für das Achtelfinale der Champions Hockey League. Das Hinspiel gegen die weißen Tiger aus Tschechien, Liberec, ging mit 2:3 nach Penaltyschießen verloren. Damit konnte der AEV allerdings bereits einen von zwei nötigen Punkten sammeln, die zum Vorrücken ins Achtelfinale fehlen.

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"Kämpfen bis zum Ende". Am Dienstagabend reichte es für nur einen von zwei nötigen Punkten in der CHLBild: Kolbert Press
Vier Punkte konnten die Augsburger Panther im laufenden internationalen Wettbewerb im heimischen Curt-Frenzel-Stadion holen. Die nächsten beiden Punkte konnten also bereits entscheidend für den Einzug ins Achtelfinale der CHL sein. Die erste Chance dazu bot sich am Dienstagabend Spiel gegen den tschechischen Club Bílí Tygři Liberec. Während es bei den Tschechen in der Liga mit dem aktuell ersten Tabellenplatz mehr als zufriedenstellen läuft, befinden sich die Augsburger in einer kleinen Leistungskrise. Noch kein einziger Heimsieg konnte in der DEL in dieser Saison eingefahren werden und zuletzt verloren die Mannen um Tray Tuomie auswärts mit 3:5 in Iserlohn. Während Augsburg in der Gruppe C der Vorrunde vom zweiten Tabellenplatz grüßt, lief es für die wettbewerbserfahrenen Tschechen bislang nicht nach Wunsch. 

Effektiver Panther-Start

Kaum war die deutsche Nationalhymne ausgeklungen ging es auf dem Eis schon voll zur Sache. 4.428 Zuschauer waren am Dienstagabend in das Curt-Frenzel-Stadion gekommen, um die vorletzte Partie in der Gruppenphase der CHL zu sehen. Erste Versuche der Augsburger Panther aus der Distanz durch Holzmann und Valentine brachten Liberecs Goalie Marek Schwarz ins Spiel und lieferten einen Vorgeschmack auf die erste internationale Partie in der CHL nach der gut einmonatigen Pause. Erst nach einigen Minuten schafften es auch die tschechischen Gäste in das Drittel der Augsburger. Im Vergleich zu den letzten Partien in der DEL agierte Augsburg von Beginn an wach und konzentriert. So entwickelte sich ein schnelles und dem internationalen Standard entsprechendes Drittel, in dem sich keines der beiden Teams deutlich absetzen konnte. Mit einem guten Forechecking konnten die Panther nach 17 Minuten die ersten Überzahlsituation erzwingen. Diese konnte der AEV trotz der offensiven Tschechen effektiv nutzen und Scott Valentine netzte zur 1:0 Führung ein (19‘). Nach guter Vorarbeit von Payerl und McNeil.

Später Ausgleich bringt Liberec wieder ins Spiel

Zu Beginn der zweiten Spielzeit setzte sich Augsburg im Drittel von Liberec fest. Beide Teams wirkten aber zu hektisch vor dem gegnerischen Tor und der Puck wechselte nahezu im Sekundentakt zwischen den beiden Angriffsreihen. Der nächste Treffer lag Augsburg schon beinahe auf dem Schläger und es sollte nur eine Frage der Zeit bleiben. Nachdem Hafenrichter und Trevelyan bereits hundertprozentige Chancen vergaben, scheiterte Daniel Schmölz an einer starken Parade des tschechischen Keepers. Die erste Unterzahlsituation konnten die Panther souverän über die Zeit bringen. Die Defensivleistung hatte mit der der vergangenen DEL-Spiele rein gar nichts mehr gemeinsam. Doch der lange Atem der Gäste sollte sich bezahlt machen und so traf Tomas Filippi zum 1:1 Ausgleich, als die Uhr noch 21 Sekunden zu spielen anzeigte.

Eishockey-Krimi geht in die Verlängerung

Im letzten Drittel waren es die Gäste (44‘) durch Adam Musil, die mit 1:2 in Führung gehen konnten. Ein erneutes Powerplay auf Augsburger Seiten konnte nicht genutzt werden und so zelebrierte Liberec eine noch nicht in diesem Spiel dagewesen Offensivkraft, während der AEV weiterhin Chance um Chance vergab. Eine lange Druckphase Augsburgs fand drei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit seinen Höhepunkt. Thomas Holzmann konnte den langersehnten 2:2 Ausgleichstreffer erzielen (57‘). Das Spiel ging in die Overtime. Auch hier die Panther das dominierende Team, doch Payerl und Gill vergaben vor dem tschechischen Kasten. Auch Olivier Roy war in diesen Minuten als wichtiger Rückhalt zur Stelle. Der Krimi sollte weitergehen und eine Entscheidung erst im Penaltyschießen feststehen. Hier erwischte Augsburg dann wieder das Trefferpech, keiner der Panther-Schützen konnte hier erfolgreich abschließen und so endete die Partie mit 2:3 für Liberec und damit wenigstens einem von zwei nötigen Punkten, die die Panther für das Vorrücken ins Achtelfinale benötigen. 

Am kommenden Freitag heißt es für die Panther wieder Schalter umlegen, denn dann geht es in der DEL weiter, auswärts in Köln. Erstes Bully bei den Haien ist um 19:30 Uhr. Das nächste und damit letzte Gruppenspiel in der Vorrunde der CHL ist am 16. Oktober auswärts in Liberec. Hierzu fährt ein Sonderzug der Pantherfans nach Tschechien.