Babynamen 2020

Diese Namen bleiben im Trend

Namen. Darüber lässt sich hervorragend streiten und Geister scheiden sich. Mittlerweile stellen Eltern selten ihr Baby mit „das ist der kleine Rainer“ vor. Namenstrends verändern sich. Doch manche Namen halten sich weiterhin ganz oben in den beliebtesten Namenslisten und andere steigen drastisch ab. Wir stellen Ihnen hier eine Prognose der beliebtesten Namen für das Jahr 2020 vor. Los geht‘s - geben wir dem Kind einen Namen!

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Bild: Adobe.Stock/Alexandr Vasilyev
Auch Babynamen unterliegen Trends und modischen Strömungen. In Deutschland schalmeien seit einigen Jahren Retro-Namen durch die hiesigen Kinderzimmer. Aber auch deutlich ungewöhnliche Namen finden seit einiger Zeit wagemutige Sympathisanten unter den Eltern. Im Jahr 2018 waren Ben und Emma die beliebtesten Vornamen für Neugeborene. Diese Untersuchung geht aus der Statistik des Hobby-Namensanalytikers Knud Bielefeld hervor. Doch werden diese Namen auch in diesem Jahr noch „hipp“ sein? Mit dieser Frage hat sich Bielefeld genauer befasst und eine Prognose der jeweils zehn beliebtesten Mädchen- und Jungennamen für das Jahr 2020 aufgestellt. Dabei fand er heraus, dass der Vorname Ben zwischen 2006 und 2018 ungefähr 85.000 Mal vergeben wurde. Und auch in diesem Jahr wird Ben auf dem Treppchen weiterhin an oberster Stelle stehen. Das weibliche Pendant dazu ist der Name Hanna(h). Seit 1979 hat Hannah auffallend an Popularität gewonnen und wurde zwischen 2006 und 2018 rund 49.000 Mal als Vorname gewählt.

Einen Trommelwirbel für die Spitzenmannschaft der Vornamen 2020.


Beliebte Vornamen für Mädchen

Platz 1: Hannah - die Anmutige. Auch in Irland und England ist der Mädchenname Hannah zurzeit sehr populär.

Platz 2: Ella - Gott, sei mein Licht. Oder auch „die Sonnenhafte, die Strahlende, die Schöne“.

Platz 3: Emma – die Überschauende. Ein mittlerweile sehr populärer Name.

Platz 4: Mia – die Widerspenstige, der kleine Stern. Kurze Babynamen sind nach wie vor im Trend.

Platz 5: Emilia – die italienische Variante von Emma. Bedeutet „dieFleißige“, „die Ehrgeizige“.

Platz 6: Lina – die weibliche Form von Linus und bedeutet „die Sanfte“, „kleiner Engel“ oder auch „die Tüchtige“.

Platz 7: Clara/Klara: „die Strahlende“. Der Name stammt aus dem Lateinischen. Ein moderner Klassiker.

Platz 8: Lea – stammt aus dem Hebräischem und bedeutet „die Starke“, „die Löwin“.

Platz 9: Mathilda/ Matilda: Ist althochdeutsch und bedeutet „die mächtige Kämpferin“.

Platz 10: Mila: Der aus dem Slawischen stammende Vorname Mila bedeutet übersetzt „die Angenehme“, „die Liebe“, „die Frieden Bringende“ oder auch „das Wunder“.


Beliebte Vornamen für Jungen

Platz 1: Ben – der Sohn, der Gesegnete. Ben ist eine englische Kurzform von Benjamin. Dieser Name stammt aus dem Hebräischen und bedeutet „Sohn der rechten (glücklichen) Hand“ oder „Glückskind“.

Platz 2: Paul – der Kleine. Ein Klassiker, der nicht aus der Mode kommt.

Platz 3: Leon – der Löwe. Ein kraftvoller und energiereicher Name.

Platz 4: Henri/Henry – bedeutet „die Heimat“, „die Macht“ und ist die Kurzform von Heinrich.

Platz 5: Finn/Fynn – kommt aus dem Nordischen und heißt so viel wie „der Blonde“, „der Kenntnisreiche“ oder auch „der Finne“.

Platz 6: Mattheo – ist die klangvolle, italienische Form von Matthias. Bedeutet „das Geschenk Gottes“, „Himmelsgeschenk“.

Platz 7: Theo: Klassischer Name mit der Bedeutung „das Geschenk Gottes“.

Platz 8: Luis/ Louis – kommt aus dem Französischen vom Namen Ludwig. Heißt so viel wie „der berühmte Kämpfer“.

Platz 9: Felix – „der Glückliche“, „der Erfolgreiche“. Wer die Filme von Harry Potter kennt weiß, dass dieser einen Trank mit dem Namen „Felix Felicis“ gewinnt - flüssiges Glück. Kinder mit diesem Namen könnten Glückskind-Potenzial haben.

Platz 10: Emil – „der Eifrige“, „der Nachahmende“ und „der Fleißige“. Emil ist die deutsche Version des französischen Namens Émile.


Skandinavische Vornamen liegen im Trend

Laut dem Namensexperten Bielefeld seien die beliebtesten Anfangsbuchstaben L und M. Im Trend liegen ihm zufolge auch skandinavische wie Madita oder Mats sowie amerikanische Vornamen wie Leyna oder Liam. Beliebt seien zudem solche, die bereits vor über hundert Jahren populär waren.


Namens-Neuerfindungen

Es gibt immer mehr Eltern, die sich einen möglichst einzigartigen Vornamen für ihr Kind wünschen. Darum kommt es vermehrt – besonders bei Mädchennamen – zu Neuerfindungen von Namen durch Zusammensetzung etablierter Namen: Maline, Lenia, Luena, Caramia, Leonela oder Jalisa seien nur einige Beispiele der kreativen Namensfindungen. Sie hätten aber auch alle das Potenzial, einmal ein Modename zu werden. 

Die meisten Eltern wählen dem Namensforscher zufolge etablierte Vornamen: 50 Prozent aller Mädchen haben etwa einen Namen aus den Top 61. Die Hälfte aller Jungen trägt einen Namen aus den Top 63, so Bielefeld. Doch eines sei noch ein Rätsel: Warum bestimmte Namen zum Renner werden und andere selten bleiben.  | Text: Stefanie Steinbach

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