Der große Fitnessstudiovergleich - Discount oder Premium?

Leistungsumfang, Standort oder Preis – Studiowahl ist Typfrage

Das Jahr 2019 steht in den Startlöchern – die perfekte Gelegenheit, seinen inneren Schweinehund zu überwinden und die guten Vorsätze in die Tat umzuwandeln. Der Winter eignet sich hervorragend, um den eigenen Körper für den kommenden Sommer optimal in Form zu bringen. Damit Sie einen groben Überblick der Fitness-Studios Ihrer Region bekommen, haben wir viele Studios anhand verschiedener Gesichtspunkte miteinander verglichen und in übersichtlichen Tabellen, im Discount- sowie im Premiumsegment für Sie aufgelistet.

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Bild: adobe.stock

Worauf wir geachtet haben

Bei den Studios haben wir einen großen Fokus auf die Kosten gelegt. Neben dem Mitgliedsbeitrag (Basistarif) kommen nämlich meist noch eine Aufnahme- und Kartengebühr sowie Servicegebühren hinzu. Weitere wichtige Fragen drehen sich darum, ob die Nutzung der Duschen sowie Trinkwasser (Wasserflatrate) mit inbegriffen ist. Außerdem bieten wir in den Vergleichstabellen Informationen zur Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) samt Entfernung zur nächsten Haltestelle sowie auch Informationen zu Parkmöglichkeiten. Natürlich haben wir uns auch die Öffnungszeiten der Studios angesehen und diese nicht nur für einzelne Tage aufgelistet, sondern auch die addierten Öffnungsstunden pro Woche genannt, um die Studios in diesem Punkt besser miteinander vergleichen zu können.

Als weiteren Service haben wir außerdem – soweit möglich - die Gesamtkosten im ersten Vertragsjahr kalkuliert und in die daraus resultierenden Gesamtkosten pro Monat umgerechnet. Eine Bewertung oder Ranking nehmen wir seitens der Redaktion bewusst nicht vor, da dies oftmals subjektiv sein kann und die Anforderungen an ein Fitness-Studio je nach Person sehr unterschiedlich sein können. Die durchschnittliche Google-Bewertung haben wir zur groben Orientierung mit angegeben, um Ihnen zu zeigen, wie andere Personen das Studio bewerten.

Mitgliederzuwachs hält an

Fitnessstudios in Deutschland verzeichnen weiterhin steigende Mitgliederzahlen – im Jahr 2017 waren laut einer Umfrage von Statista durchschnittlich 12,9 Prozent der Bevölkerung Mitglied in einem Fitnessstudio. In Bayern lag der Anteil mit 13 Prozent dabei knapp über dem Durchschnitt. Mit Blick auf die Geschlechter ist das Verhältnis relativ ausgeglichen: So sind 52 Prozent der Fitnessstudio-Besucher männlich, während die Frauen dementsprechend bei 48 Prozent liegen.
Erstaunlicherweise machen Paare mit 28 Prozent den höchsten Anteil an Fitnessstudio-Nutzern aus – hätte man doch meinen können, dass gerade eher Singles die Zeit und die Motivation haben, sich dort in Form zu bringen. Die Alleinstehenden bilden gemeinsam mit den jungen Erwachsenen die zweitgrößte Gruppe (jeweils 22 Prozent), kurz dahinter liegen Familien mit 21 Prozent, gefolgt von Jungsenioren mit 16 Prozent und Jugendlichen mit zwölf Prozent. Auch der Anteil von immerhin sieben Prozent bei den Senioren ist noch beachtlich und zeigt, dass Fitnessstudios in allen Teilen der Gesellschaft angekommen sind.

Discounter oder Premium?

Die Wahl des geeigneten Studios ist vor allem auch eine Frage der individuellen Bedürfnisse. Den Begriff Discounter kennen viele Verbraucher bereits aus dem Einzelhandel, wo große Stückzahlen bei schmalem Sortiment preisgünstig angeboten werden. Seit einigen Jahren ist dieser Trend auch im Fitnessmarkt angekommen. Wie der Name schon verrät, kann in einem Discount-Fitnessstudio zu vergleichsweise günstigen Preisen trainiert werden. Im Gegensatz zu den Premium-Studios können Sie dort aber natürlich keinen Wellnesstempel oder besonders personalintensive Trainingsangebote erwarten. Meist bieten diese günstigen Studios eine breite Auswahl an Fitnessgeräten und lange Öffnungszeiten, auf umfangreiche Kursprogramme oder eine Sauna muss dafür aber meist verzichtet werden. 

Und auch falls Sie nach dem Training auf eine lange heiße Dusche spekulieren, sollten Sie sich vorher informieren, ob diese im Preis inbegriffen ist. Letztendlich müssen Sie für sich entscheiden, ob Sie den Fokus rein auf ein effektives Ausdauer- und Krafttraining legen oder den Gang zum Fitnessstudio mit einem Wellness-Erlebnis verbinden möchten. Daher sollten Sie sich bereits vorab Gedanken machen, welche Angebote für Sie persönlich wichtig sind. 

Deutliche Preis- und Leistungsunterschiede

Preislich liegen Discount-Fitnessstudios bei Mitgliedsbeiträgen von bis zu 30 Euro pro Monat, während Premium-Anbieter mit ihrer breiten Angebotspalette, der hohen Trainerdichte erst oberhalb dieser Preisschwelle beginnen und je nach Leistungsumfang monatlich etwa 60-90 Euro kosten können. Dafür bieten diese dann allerdings meist mehr Komfort, individuelle Betreuung oder gar eigene Sauna- und Massagebereiche, Schwimmbäder und Sonnenbanken. 

Mangelnde Transparenz erschwert Angebotsvergleich 

Was die beiden Segmente außerdem unterscheidet, ist die Verfügbarkeit von Informationen im Internet: So ist es oft vergleichsweise schwierig, bei Premium-Studios im Netz an genauere Details zu Vertragslaufzeiten oder Preisen und Leistungen zu kommen. Konkrete Angaben erhält man hier in vielen Fällen erst vor Ort im Studio. Im Gegensatz dazu ist bei den meisten Discountern bereits online genau ersichtlich, wieviel Sie wofür bezahlen müssen. Doch auch hier lohnt sich ein prüfender Blick, um eventuell anfallende Servicegebühren zu entdecken und einkalkulieren zu können.

Warum sind Fitnessstudios generell eigentlich so beliebt?

Alleine Sport machen – wer mag das schon? Oft lässt man das Training ausfallen, weil niemand da ist, der die sportliche Aktivität beobachtet. Dieser Problematik kann in einem Sportstudio vorgebeugt werden. Es sind immer genügend Leute da, die allein mit ihrer Anwesenheit die nötige Disziplin und den Ansporn erteilen, um die vorgenommen Übungen korrekt und fleißig auszuführen. Ein weiterer Vorteil ist die Vielfalt der Geräte: Egal ob Kraft- oder Cardio-Geräte wie Crosstrainer, Laufband – in einem Fitnesscenter ist alles Notwendige vor Ort. Um auf Dauer die Freude an der Bewegung nicht zu verlieren, sollten bei der Auswahl nach dem richtigen Ort zum Trainieren einige Punkte beachtet werden:

Gesundheits-Check

Unter Umständen müssen Sie sich vor der Aufnahme eines Trainings von einem Arzt durchchecken lassen. Dies ist unter anderem der Fall, wenn Sie seit längerer Zeit keinen Sport getrieben haben, älter als 45 Jahre sind oder unter chronischen Gesundheitsbeschwerden leiden.

Probetraining

Eigentlich jedes Fitnessstudio bietet ein kostenloses Probetraining an. Dieses sollten Sie unbedingt wahrnehmen, um während einer Einweisung sowohl die Geräte zu testen als auch von einem Trainer die für das individuell gewünschte Trainingsziel passenden Übungen erklärt zu bekommen. 

Umfang an Fitness-Geräten

Stehen genügend Fitnessgeräte zur Verfügung? Sonst kann es passieren, dass Sie gerade abends zu den Stoßzeiten – wenn am meisten los ist – warten müssen. Cardio-Geräte (Laufband, Fahrrad, Crosstrainer) eignen sich gut zum Aufwärmen und für das Ausdauertraining, weshalb diese immer mit in die Trainingseinheit eingebunden werden sollten.

Vertragsdetails

Über alle Vertragsbedingungen wie Mindestlaufzeit, Kündigungsfrist und Mitgliedsbeitrag sollten Sie vor Abschluss informiert sein, um Missverständnissen aus dem Weg zu gehen.

Versteckte Kosten

In den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) verstecken sich oft Kosten, die über den vermeintlich vereinbarten monatlichen Preis hinausgehen. Einige Fitnessstudios werben mit extrem günstigen Wochen- oder Monatspreisen, zu denen jedoch oft sogenannte Trainer- oder Servicepauschalen hinzukommen. 
Wir hoffen auf jeden Fall, dass wir Ihnen mit unserem ausführlichen Vergleich weiterhelfen konnten und Sie somit voll motiviert in das neue Jahr starten können!

Fazit:
Bei der Auswahl des richtigen Fitnessstudios sind mehrere Faktoren zu berücksichtigen. Neben den persönlichen Interessen und Vorlieben sowie der Ausstattung spielen auch die Öffnungszeiten und die im Preis enthaltenen Leistungen eine Rolle.

Anmerkung der Redaktion: Der Fitness & Rehapark Kaufbeuren bietet einen monatlichen Mitgliedsbeitrag von 34,90 € (Basistarif) an, diese Angabe wurde in der Dezember-Ausgabe nicht korrekt veröffentlicht.