RAN-Tankstelle in Augsburg feiert 5-jähriges Jubiläum

Sabine Weimer im Interview

Fünf turbulente Jahre liegen hinter Sabine Weimer. Mit ihrer Tankstelle in der Holzbachstraße 2 in Augsburg, Nähe des Plärrer Geländes, hat sie sich einen echten Herzenswunsch erfüllt und sich zu einem wichtigen Nahversorger etabliert. Eine Feier war, auf Grund der Corona-Pandemie zwar nicht möglich, dennoch bot sie ihren Kunden attraktive Angebote und ein tolles Gewinnspiel an diesem Tag an.

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Bild: Andrea Konschak & TRENDYone
Wir haben mit der Tankstellen-Pächterin über ihre Leidenschaft, ihre weiteren Ziele, Veränderungen und die Zukunft gesprochen.
 
Frau Weimer, Sie haben vor 5 Jahren die RAN-Tankstelle als Pächterin übernommen.
Wie kam es dazu?
 
Nun, tatsächlich eine ganz spannende Erfahrung. Seit 17 Jahren bin ich nun im Kraftstoffgeschäft tätig. Begonnen hat meine berufliche Laufbahn vor vielen Jahrzehnten mit einer Ausbildung zur Steuerfachangestellten. Das Kanzlei-Leben war mir zu „ruhig“ und so zog es mich mit meiner Zahlenwelt durch die verschiedensten Branchen, bis ich zu den Rastanlagen Lechwiesen kam und dort direkt im oberen Management eingesetzt wurde. In den beinah 7 Jahren dort konnte ich sehr praxisbezogen die Unternehmensführung erlernen.
Einige Zeit später, ich war gerade in München bei einer Aral-Tankstelle -  und da wird’s nun spannend - wurde ich über Xing für meinen jetzigen Pachtvertragspartner angeworben.
Da mein Erspartes ein paar Jahre zuvor durch private Umstände aufgebraucht war, wäre ich selbst nie auf die Idee gekommen, mich auf eine Tankstelle zu bewerben, obwohl mein Herzblut und meine Leidenschaft daran hängen.
Und es sollte wohl so sein, denn ohne Sicherheiten, dafür mit großer Unterstützung und Vertrauen bekam ich ein Darlehen und konnte so meinen Traum, meiner Berufung zu folgen, erfüllen.

Wie haben sich Ihrer Meinung nach Ansprüche und Erwartungen der Kunden sowie die Tankstellenbranche im Laufe der Jahre verändert und haben Sie sich den Erwartungen der Kunden angepasst?
 
Natürlich ändert sich alles im Laufe der Zeit. Vor allem das Kaufverhalten ändert sich, so geht man nun auch für größere Einkäufe zur Tankstelle. So wurde man zum Nahversorger und steht nun an der vorderen Front, um die System-Relevanz weiter zu fördern. Wir erhöhen permanent die Sensibilität, um den Wünschen und Ansprüchen unserer Kunden gerecht zu werden.
 
Was sind für Sie und Ihr Team die größten Herausforderungen im Arbeitsalltag, auch aufgrund der aktuellen Situation und seit Beginn der Pandemie?
 
Die geltenden Ausgangsbeschränkungen haben sehr vieles verändert und erschwert. Wir haben weiterhin durchgehend geöffnet, da wir sehr viele „Nachtschichtler“ haben, die sich nach Dienstende gerne noch ein Stück Pizza oder ein Getränk mitnehmen.
Die Pandemie und der Herbst-/Winter Lockdown hat das Kaufverhalten dahingehend verändert, vorausschauend und vorsorglich zu konsumieren und nicht mehr aus dem Impuls heraus. Die Herausforderung im Arbeitsalltag meiner Mitarbeiter besteht meistens darin, immer noch relativ viel Kunden auf die Maskenpflicht hinzuweisen und diese durchzusetzen.
Wir als Team passen uns der allgemeinen Situation an, freuen uns aber natürlich wie alle, wenn der fast normale Alltag mal wieder zurückkehrt.
 
Wo sehen Sie Ihren Standort in den nächsten fünf Jahren und haben Sie Veränderungen in nächster Zeit geplant?
 
Bis vor Corona war diese Station hier sehr wetterabhängig. Bei schönem Wetter waren wir der Hotspot Nummer 1, bei Regen fand kaum jemand den Weg hier her.
In der jetzigen Situation fällt vor allem auf, dass die Kunden versuchen, dort einzukaufen, wo sie eh schon sind, um möglichst wenig das Haus verlassen zu müssen.
Mit unserem breiten Getränkeangebot, Snacks, wie Schokolade und Chips, Hygieneartikel und Lebensmittel fördern wir den Verkauf stetig. Zudem erweitern wir das Sortiment nach den Wünschen der Kunden, wie letztens Nudelfertiggerichte und Popcorn. Eier, Butter und mehr bieten wir eh schon an – rund um die Uhr, sieben Tage pro Woche.
 
Welche Rolle spielt aus Ihrer Sicht die Tankstelle beim Mobilitätswandel mit Blick auf die Zukunft?
 
Die Tankstelle wird, aus meiner Sicht, weiterhin die Nummer 1 bei der Befüllung der verschiedensten Möglichkeiten von fahrbaren Untersätzen sein.
Selbstverständlich sind hier in erster Linie die Mineralölgesellschaften gefordert, ihre Standorte dem Wandel entsprechend anzupassen. Hier wird es tatsächlich auch sehr spannend bleiben, wie und was sich mehr durchsetzt und wie die Gesetzeslage sich dazu entwickelt. Ich als Unternehmerin konzentriere mich auf meine Aufgabengebiete, das betrifft meine Gastronomie und mein Tankshop-Sortiment. Hier ist die Herausforderung für mich, mit dem Wandel von außen (E- oder Wasserstoffmobilität) dem Kunden das Passende dazu anzubieten.
 
Sabine Weimer und ihr Team erwarten noch viele weitere spannende Jahre im Tankstellengeschäft. Trotz den Herausforderungen der aktuellen Lage und der bevorstehenden Baustelle, liegt die Freude und die Zuversicht auf die kommende Zeit spürbar in der Luft.

Kontakt und Öffnungszeiten:
RAN-Station: Sabine Weimer
Holzbachstr. 2
86152 Augsburg
0821/5047765
augsburg@ran-tankstellen.de