Startup des Monats: Popup living

Mühelos mehr Wohnraum!

Leben wie im Schuhkarton: Dieses Gefühl werden in Zukunft wohl immer mehr Menschen haben. Da Wohnungen in großen Städten immer begehrter werden, ist es schwieriger geworden, bezahlbaren Wohnraum mit viel Platz zu finden. Viele Mieter können sich nur ein kleines Apartment leisten, in dem es schwer ist, alles unterzubringen. Mit dem Augsburger Start-Up „popup living“ wollen Stefan Kapfer und Philipp Linsmeier dem Platzmangel in Städten den Kampf ansagen.

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Bild: Popup living
Die beiden Gründer haben eine verschiebbare Wohneinheit entwickelt, die Räume flexibel und individuell nutzbar macht. Dadurch kann ein Raum je nach Position des „popup studios“, wahlweise zum Schlaf-, Arbeits- oder Wohnzimmer werden. So wird 20 m² mehr nutzbarer Wohnraum auf gleicher Fläche geschaffen. 

Flächen wandelbar gestalten

„Wir denken Flächen anders“, sagt Philipp Linsmeier. Vor allem bezogen auf kleine Wohnungen und Mikroapartments bis zu 36 m². Im Mittelpunkt des Konzepts: eine große bewegliche Schrankwand mit Regalen auf der Vorderseite und einem „begehbaren Kleiderschrank“ auf der Rückseite. Wird sie Richtung Wand geschoben und das unten eingepasste Doppelbett hervorgezogen, entsteht der Schlafraum. Für den Wohnraum erfolgt das Gegenteil: die Schrankwand wandert Richtung Raummitte, das jetzt nur noch zur Hälfte sichtbare Bett wiederum wandelt sich mit Rückenpolstern zur Couch. Und steht Home-Office an, rückt die Schrankwand noch weiter vor, bis das Bett verschwindet und somit Platz für den ausklappbaren Schreibtisch macht. 

In kleinen Wohnungen groß Leben

Das Start-Up übernimmt für die Bauherren sowie Eigentümer mit digitaler Planung, Fertigung und Einbau den kompletten Prozess der Ausstattung. Zusätzlich wird es ermöglicht, mehr Wohnraum zu schaffen, ohne größer bauen zu müssen. „popup living soll helfen, auch in kleinen Wohnungen groß leben zu können, ohne auf Komfort und Stauraum verzichten zu müssen“, erklärt Philipp Linsmeier. Stefan Kapfer verweist auf die Flexibilität des Konzepts und die effektive Nutzung des vorhandenen Platzes. Die verschiebbaren Module passen sich den Bedürfnissen der Bewohner an, aus einem Wohnraum wird so kurzerhand ein Büro und umgekehrt.