Verhaltenskodex für Bier- und Wirtsgarten

Biergarten-Knigge

Der Sommer steht vor der Tür und damit die große Frage, wie man die warmen Temperaturen möglichst lange und optimal ausnutzen kann. Eine beliebte Möglichkeit zur mittäglichen Brotzeit im Schatten oder zum abendlichen Treffen mit Freunden und Bekannten bieten die zahlreichen Biergärten in der Umgebung. In unserem Biergarten-Special finden Sie nicht nur die Unterschiede zwischen einem Bier- und einem Wirtsgarten, sondern auch Do´s und Dont´s für den Aufenthalt in einem der Lokalitäten. 

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Da den einfacheren Leuten früher oft die Mittel fehlten um Bier richtig zu Lagern und es damit haltbar zu machen, boten viele Brauereien einen sogenannten „Biergarten“ an. Hierher durften die Menschen kommen, um Bier zu trinken und ihrer eigenen Speisen zu essen. Bis heute hat sich diese Art des Lokals gehalten. Nun gibt es heute auch noch die Wirtsgärten. Doch was genau ist der Unterschied zwischen einem Bier- und einem Wirtsgarten?

Der Unterschied zwischen Bier- und Wirtsgarten

Der klassische Biergarten lässt sich durch wenige Eckpunkte sehr genau von einem Wirtsgarten abgrenzen. 

Um einen klassischen Biergarten handelt es sich nur wenn: 
  • eigenes Essen mitgebracht werden darf. Hierbei ist es egal, ob es sich um eine selbstgemachte Brotzeit von Zuhause, Pizza oder Nudeln handelt. Hier darf jeder sein Essen selbst mitbringen. 
  • der Boden nicht gepflastert oder zementiert ist. Meistens handelt es sich beim Bodenbelag in einem Biergarten um Schotter, Kieseln oder Erde. 
  • das Bier wird in Selbstbedienung an einer Schänke geholt. Bezahlt wird es direkt beim Zapfen. 
  • es zusätzlich Buden gibt, die Essen verkaufen.
  • viele Kastanienbäume gepflanzt sind, unter denen früher traditionell das Bier gekühlt wurde und die heute den Besuchern zusätzlich Schatten spenden.
Bei allen anderen handelt es sich vermutlich um Wirtsgärten. Hier gelten dann natürlich auch andere Regeln. 

Im Wirtsgarten werden: 
  • die Tische bereits vorher gedeckt. Beim Betreten des Lokals sind die Biertische bereits mit Besteck und Servietten ausgestattet. 
  • die Bestellungen von Kellnerinnen entgegengenommen und serviert. Anders als im Biergarten wird es hier nicht gern gesehen, wenn eigene Speisen mitgebracht werden. 

Do´s und Dont´s in den Gaststätten

Dont´s 
Eigenes Essen oder Trinken in den Wirtsgarten mitzubringen ist ein absolutes No-Go. Man würde auch nicht bei einem Besuch in einem Restaurant seine eigene Suppe mitbringen, also lässt man es auch in einem Wirtsgarten.  
Auch für die mitgebrachten Vierbeiner gelten ein paar „Anstands-Regeln“. Der Hund ist zwar der beste Freund des Menschen, sollte aber in einem Bier- oder Wirtsgarten nicht zusammen mit der Familie vom Tisch essen. In den meisten Lokalen lässt sich mittlerweile auf Nachfrage auch ein Wasser für den Vierbeiner bestellen. Und gegen ein Leckerchen aus der Jackentasche des Herrchens hat sicher keiner etwas.  

Do´s 
Eine der wichtigsten Verhaltensregeln, egal ob im Bier- oder Wirtsgarten ist das zusammenrücken auf den Bänken. Oft sind an schönen Frühlingstagen die Plätze in den Gärten sehr begehrt und sollten deswegen auch voll ausgenutzt werden. 
Wer den Besuch im Bier- oder Wirtsgarten mit einer sportlichen Aktivität verbinden möchte, fährt am besten mit dem Fahrrad. Zusammen mit Freunden und Familie ist eine kleine Radtour zum nächsten Lokal eine tolle Idee für einen Ausflug am Samstagnachmittag.

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