ACE-Allgäu unterstützt eigenständiges Zurücklegen des Schulweges

«Goodbye Elterntaxi»

Der ACE-Allgäu möchte mit seiner Aktion „SpoSpiTo" Schüler*innen dazu ermutigen, sich nicht täglich von ihren Eltern zur Schule bringen zu lassen, sondern ihren Schulweg selbst zurückzulegen. Die bundesweite Aktion unter dem Namen «Goodbye Elterntaxi» sollte bereits 2020 starten, wurde dann aber coronabedingt verschoben. In der nachfolgenden Pressemitteilung des ACE wird die Aktion nun im Detail erklärt:

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Bei der Aktion des ACE «Goodbye Elterntaxi» sollen Schüler*innen ermuntert werden, ihren Schulweg selbst zu bestreiten.Bild: ACE
ACE unterstützt die Grundschule auf dem Lindenberg beim SpoSpiTo:

An Schultagen ist es nicht zu übersehen: Viele Kinder werden mit dem Auto zur Schule gebracht. Viele Eltern meinen, es ihren Kindern besonders bequem machen zu müssen. Dabei geht den Kindern durch die Autofahrt zur Schule viel verloren: der Kontakt zu den Klassenkameradinnen und -kameraden, die Bewegung an der frischen Luft und vor allem auch das selbständige Verhalten im Straßenverkehr.

Der Auto Club Europa (ACE) möchte mithelfen, Kinder zu Verkehrsteilnehmern zu machen, die sich sicher bewegen können und die Verkehrsregeln kennen. Der ACE setzt sich deshalb mit zahlreichen Maßnahmen für die Verkehrssicherheit ein – insbesondere eben auch bei jungen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern. In Kempten unterstützt der ACE in diesem Jahr die Aktion „SpoSpiTo“.

Thomas Wilhelm, ACE-Kreisvorsitzender für den Kreis Allgäu, betont: „Das eigenständige Zurücklegen des Schulweges ist eine wichtige Erfahrung für Kinder. Gerade in der Verkehrserziehung gilt: Übung macht den Meister – und in diesem Sinne sollte bereits der Schulweg die erste Unterrichtsstunde sein. Je früher Verkehrssituationen geübt und bewältigt werden, desto sicherer bewegen sich unsere Kinder im Straßenverkehr. Das tägliche Bringen und Holen im ,Elterntaxi‘ beraubt Kinder dieser wertvollen Erfahrungen und Trainingssituationen. Darum gilt auch für längere Schulwege, die Kinder zumindest die letzten 500 Meter zu Fuß gehen zu lassen.“  Wichtig sei, dass jeder sicher ankomme, „gerade die Kleinsten brauchen die Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer“, so Wilhelm.

Hier knüpft „SpoSpiTo“ an. Es geht darum, dass die Kinder an mindestens 20 Tagen zu Fuß, mit dem Tretroller oder mit dem Fahrrad zur Schule kommen. Kurz gesagt: dass sie ohne das bequeme „Elterntaxi“ unterwegs sind. Haben die Eltern mit 20 Unterschriften bestätigt, dass auf das „Elterntaxi“ verzichtet worden ist, so bekommen die Kinder nicht nur eine Urkunde, sondern es winken zusätzlich tolle Preise. Die Grundschule auf dem Lindenberg in Kempten nimmt auch 2021 an der Aktion „SpoSpiTo“ teil.

Bisher seien die Erfahrungen mit dem Projekt durchwegs positiv, so Schulleiterin Margret Bresele-Frisch. Gerade in Zeiten von Corona würden viele Kinder unter Bewegungsmangel leiden. „Gerne unterstützt das ACE diese Aktion und übernimmt die Teilnahmegebühr für die Schülerinnen und Schüler der Grundschule auf dem Lindenberg“, sagt Wilhelm. Insgesamt nehmen 188 Schülerinnen und Schüler der Grundschule auf dem Lindenberg teil. Die Aktion ist am 7. Juni gestartet und läuft noch bis zum 16. Juli.

Der ACE setzt sich ganzjährig für das Thema der Verkehrssicherheit ein. Zusätzlich startet jedes Jahr eine besondere Aktion – 2021 bereits zum 16. Mal. Im Jahr 2019 stand diese Clubinitiative unter dem Motto „Goodbye Elterntaxi“, 2020 musste die Aktion corona-bedingt verschoben werden. So widmet man sich 2021 nun dem Thema „Barrierefrei besser ankommen!“. Auf der Homepage der Clubinitiative unter www.ace-clubinitiative.de finden Interessierte alle Infos rund um die Aktion. Unter anderem gibt es auch etwas zu gewinnen – der ACE sucht Fotos von Barrieren, die die Mobilität von zum Beispiel Eltern mit Kinderwagen, Rollstuhlfahrern oder Seniorinnen und Senioren einschränken. Gesucht werden zudem Beispiele von besonders guten barrierefreien Orten. Mitmachen kann man hier noch bis zum 31. August – und mit etwas Glück ein Apple-iPad gewinnen!