EHC Königsbrunn, EV Königsbrunn und AEV beschließen Kooperation

Augsburgs Eishockeyvereine arbeiten Hand in Hand

Es sind schwierige Zeiten für den schnellsten Mannschaftssport der Welt. Noch ist es unklar, wie die aktuelle Saison ablaufen wird und ob Zuschauer zugelassen werden. Trotzdem befindet sich der EHC Königsbrunn gerade in der heißen Phase der Saisonvorbereitung. Aktuell trainiert die Mannschaft seit zwei Wochen auf Eis, hinter den Kulissen wurden nun die Weichen für die Zukunft gestellt.

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HC-Coach Waldemar Dietrich bereitet seine junge Mannschaft auf zwei Testspiele gegen die DNL-Teams aus Kaufbeuren und Augsburg vorBild: EHC Königsbrunn
So nutzte der neu gewählte EHC-Vorstand die Sommerpause, um wichtige Kooperationsgespräche mit den Verantwortlichen von EV Königsbrunn und AEV zu führen. Dabei wurden einige wichtige Vereinbarungen beschlossen.
Herzstück ist die neu geschaffenen Kooperation EHC Königsbrunn/AEV DNL. Demnach dürfen pro Spiel maximal drei DNL Spieler mit einer Förderlizenz bei den Spielen des Bayernligisten eingesetzt werden. Aufgrund des DNL-Spielplans wird dies vorwiegend Freitagsspiele betreffen, weiß EHC-Vorstand Tim Bertele zu berichten: „Ein großer Dank geht hier an den Augsburger DNL-Trainer Heiko Vogler, welcher sich massiv für die Kooperation eingesetzt hat. Wir bekommen hier kurzfristig Bescheid um welche Spieler es sich handelt.“

Ein wichtiges Bindeglied zwischen EHC, EV Königsbrunn und der U20-Mannschaft ist die neu geschaffene Spielgemeinschaft EHC Königsbrunn 1b/EV Königsbrunn, welche mit der Mannschaft in der Bezirksliga startet. Dadurch ist es möglich Teile des U20-Kaders frühzeitig an das Senioren-Eishockey heranzuführen. Talentierte Spieler der Spielgemeinschaft können zusätzlich im Bayernliga-Kader des EHC Königsbrunn eingesetzt werden. Andersherum können auch EHC Spieler in der Bezirksliga Spielpraxis sammeln. Zur Mannschaft zählen jedoch nicht nur ausschließlich junge Spieler, sondern auch ehemalige EHC-Spieler wie Marc Streicher, Lukas Fettinger oder Hennig Schütz. Auch hier sind sich die Vorstände beider Vereine einig: „Die Spielgemeinschaft ist ein weiterer sinnvoller Baustein, das Eishockey in Königsbrunn voranzutreiben. Idealerweise soll hier eine U23-Mannschaft entstehen, welche von drei, vier erfahrenen Spielern mit Vorbildfunktion geführt werden soll. In der Vergangenheit gab es oft
Gerüchte es handle sich um eine zweite 1. Mannschaft mit Konkurrenzcharakter zum EHC. Dies ist aber mitnichten der Fall und wäre in einer Kleinstadt wie Königsbrunn absolut sinnlos.“

Dazu unterstützt der EHC Königsbrunn den EV Königsbrunn erneut mit 3 Kleinbussen, welche vom Kooperationspartner genutzt werden können. EHC-Importspieler werden zudem zusätzlich als Nachwuchs-Trainer eingesetzt. Im Gegenzug stellt der EV Königsbrunn talentierte Spieler zumTrainings-Betrieb beim EHC Königsbrunn frei. „Nach anfänglich zähen Verhandlungen, ist das Ganze mittlerweile eine runde Sache geworden und wir freuen uns auf die kommende Spielzeit, welche sicherlich aufgrund der Covid-19-Pandemie äußerst anspruchsvoll wird. Da ist der Zusammenhalt beider Vereine noch wichtiger geworden. Auf lange Sicht sind wir uns sicher, mit den Kooperationen einen ersten Schritt für ein tolles Nachwuchs-Zentrum in Königsbrunn gemacht zu haben". 

Der EHC Königsbrunn startet diese Woche auswärts mit zwei Vorbereitungsspielen in die Testspielphase. Am Donnerstag geht es ab 19 Uhr gegen das DNL-Team des ESV Kaufbeuren. Samstags folgt dann ab 18:30 Uhr die Partie gegen die DNL-Mannschaft aus Augsburg. In den beiden Spielen wird der EHC den ein oder anderen Import-Spieler testen. Aufgrund aktueller Bestimmungen werden die Begegnungen aber ohne Zuschauer stattfinden.