Gersthofen zieht positive Bilanz der Klimawoche 2026

19 Veranstaltungen rund um Umwelt- und Klimaschutz – Stadt setzt mit Engagement und kreativen Ideen nachhaltige Impulse

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Beim Clean Walk am Parkplatz des Europaweihers sammelten engagierte Bürger:innen und Firmenmitarbeiter:innen gemeinsam Müll und säuberten die Natur.Bild: Stadt Gersthofen
Gersthofen zieht positive Bilanz der Klimawoche 2026
19 Veranstaltungen rund um Umwelt- und Klimaschutz – Stadt setzt mit Engagement und kreativen Ideen nachhaltige Impulse

Gersthofen – Zehn Tage lang stand in Gersthofen der Umwelt- und Klimaschutz im Mittelpunkt: Vom 9. bis 18. Oktober 2026 bot die städtische Klimawoche mit insgesamt 19 Veranstaltungen vielfältige Möglichkeiten, Nachhaltigkeit im Alltag zu entdecken und selbst aktiv zu werden. Die Stadt Gersthofen zieht eine positive Bilanz der Aktionstage, die Menschen aller Altersgruppen zum Mitmachen, Informieren und Ausprobieren einluden.

Ein besonderer Dank gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadt, die das abwechslungsreiche Programm mit großem Engagement organisiert und umgesetzt haben. Gerade angesichts der angespannten kommunalen Haushaltslage zeigt die Klimawoche, wie sich mit kreativen Ideen, guter Planung und überschaubarem Mitteleinsatz vielfältige Angebote für die Bürgerinnen und Bürger schaffen lassen.

Nachhaltigkeit erleben und selbst aktiv werden
Ob Ernährung, Mobilität, Ressourcenschonung oder Artenvielfalt – die Klimawoche griff zahlreiche Themen auf und machte Klimaschutz im Alltag konkret erlebbar.

In der Stadtbibliothek konnten Interessierte an der interaktiven Klimawaage ihre eigene Klimafreundlichkeit überprüfen. Ein thematischer Büchertisch bot ergänzend Lesestoff rund um Klima und Nachhaltigkeit. Auch über die Klimawoche hinaus lädt die Klimawaage dazu ein, das eigene Verhalten unter die Lupe zu nehmen.

Im Begegnungszentrum „du & hier“ standen nachhaltige Ernährung und die Wiederverwendung von Materialien im Mittelpunkt. Beim gemeinsamen Kochen und Genießen mit mitgebrachten Zutaten ging es um einen bewussten Umgang mit Lebensmitteln. Beim Nähtreff „Aus Alt mach Innovativ-Neu“ erhielten gebrauchte Textilien eine neue Verwendung.

Praktische Tipps für einen nachhaltigeren Alltag vermittelte das Klimamobil der Kolpingsfamilie auf dem Rathausplatz. Beim Repaircafé in der Stadtbibliothek konnten defekte Gegenstände gemeinsam repariert werden. Beide Angebote zeigten, wie sich Ressourcen schonen und Abfälle vermeiden lassen.

Auch die Natur vor Ort spielte eine wichtige Rolle: Bei einem informativen Rundgang auf dem Friedhof wurden die Zusammenhänge zwischen Biodiversität und Klimawandel beleuchtet. Beim Clean Walk am Parkplatz des Europaweihers engagierten sich Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit Mitarbeitenden von Unternehmen für eine saubere Umwelt und sammelten achtlos weggeworfenen Müll.

Ein weiterer Beitrag zur Förderung der Artenvielfalt waren drei neue Baumscheibenpatenschaften in der Zeigeleistraße, der Jahnstraße und der Allgäuer Straße. Dort wurden zusätzliche Flächen mit insektenfreundlichen Wildstauden gestaltet.

Nachhaltige Mobilität zum Ausprobieren
Wie klimafreundliche Mobilität im Alltag aussehen kann, ließ sich auf dem Rathausplatz unmittelbar erleben. Bei einem E-Lastenrad-Parcours hatten Interessierte die Gelegenheit, die nachhaltige Alternative zum Auto selbst auszuprobieren.

Darüber hinaus informierte der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) über den Fahrradklima-Test 2026, an dem sich Bürgerinnen und Bürger direkt vor Ort beteiligen konnten. Eine professionelle Fahrradcodierung durch den ADFC bot außerdem die Möglichkeit, das eigene Fahrrad besser vor Diebstahl zu schützen.

Auch das Thema fairer Konsum kam nicht zu kurz: Am Informationsstand der Stadt auf dem Wochenmarkt am Rathausplatz konnten sich Besucherinnen und Besucher bei einem kostenlosen Fairtrade-Kaffee über Nachhaltigkeit austauschen und informieren.

Für Jugendliche bot das JUZE einen veganen Kochkurs an, bei dem nachhaltige Ernährung praktisch und kreativ vermittelt wurde. Den Abschluss der Klimawoche bildete ein Bastelworkshop im Ballonmuseum. Dort gestalteten Kinder nachhaltige Flatterbälle und konnten ihrer Kreativität freien Lauf lassen.

Klimaschutz gemeinsam gestalten
Ulrike Seibert, bei der Stadt Gersthofen für Klimaschutz und Nachhaltigkeit verantwortlich, freut sich über die Vielfalt der Angebote und das Engagement aller Beteiligten:

„Es freut mich, dass wir trotz knapper finanzieller Ressourcen gemeinsam ein abwechslungsreiches Angebot für unsere Bürgerinnen und Bürger auf die Beine stellen konnten. Die Klimawoche hat gezeigt, dass für alle Altersgruppen interessante Themen und Mitmachangebote dabei waren. Unser Ziel für 2027 ist es, mit einem noch umfangreicheren Programm bei der Bayerischen Klimawoche an den Start zu gehen. Lassen Sie sich überraschen!“

Die Klimawoche 2026 hat gezeigt, wie vielfältig Klimaschutz gestaltet werden kann – von kleinen Veränderungen im Alltag bis hin zu gemeinschaftlichen Aktionen für mehr Nachhaltigkeit in Gersthofen. Mit Blick auf die Bayerische Klimawoche 2027 möchte die Stadt an diese Impulse anknüpfen und das Engagement für Umwelt- und Klimaschutz weiter stärken.