Levante-Küche - Gesunder Trend und Lifestyle-Food

Ein völlig neuer Mix

Orientalische Einflüsse sind heutzutage in vielen Lebensbereichen zu finden und für uns im kulinarischen Alltag Normalität. Doch haben sie auch schon Einzug in Ihre Küche gehalten? Nein? Dann wird es Zeit, denn die sogenannten Levante-Küche wird hierzulande immer beliebter und das hat seinen Grund. Denn die Nuancen verschiedener Länderküchen kommen hier zu einem völlig neuen Mix zusammen. Wir stehen schon jetzt absolut darauf - und nach den kommenden Zeilen vielleicht ja auch Sie?

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Bild: Adobe.Stock
Was entsteht, wenn sich die kulinarischen Ursprünge aus Jordanien, dem Libanon, Syrien und Israel treffen? Etwas Spannendes, das die Geschmacksnerven ein klein wenig durchdrehen lässt. Hochwertige und aromareiche Zutaten werden vereint und schaffen Gerichte, die durch jede Menge Kreativität und zugleich Bodenständigkeit überzeugen. Denn Levante-Küche ist nicht nur etwas für gekonnte Köche, sondern vor allem auch für Hobby-Feinschmecker, die sich auch selbst am Herd gerne mal neu ausprobieren wollen. Das Credo dabei: Fleisch rückt in den Hintergrund. Die Levante-Rezepte (Levante bezeichnet übrigens die Region des östlichen Mittelmeers) kommen zu großen Teilen mit Gemüse daher und setzen darum voll auf die aktuelle Ernährungsbewegung pro Gesundheit und contra unüberlegtem Konsum. Zusätzlich werden die Gerichte als Mezze serviert, also als kleine Schälchen, die zum gegenseitigen Probieren einladen. 

Unsere Lieblingsgerichte im Überblick:

Humus
Zutaten (4 Portionen):
1 Glas gekochte Kircherbsen (ca. 400 g) 
3 Knoblauchzehen
Salz, Kreuzkümmel, Chilipulver
Zitronensaft (von zwei Zitronen)
150 g Tahini-Paste (Sesampaste aus dem Glas) 
4-6 EL Olivenöl
2 EL Petersilie fein gehackt
Nach Belieben: eine Hand voll schwarze Oliven
Fladenbrot 

Einleitung:
Ein absolutes Muss für alle Fans der arabischen Küche und die, die es noch werden wollen. Humus ist eine Mahlzeit, ein Snack oder auch nur der passende Dip. Wir garantieren: Suchtgefahr! 
Zubereitung:
Kichererbsen abgießen und im Sieb abtropfen lassen. Danach in einem Mixer oder mit einem Pürierstab zu einer Creme pürieren. Geschälte Knoblauchzehen fein reiben oder hacken und mit einer Prise Salz zum Püree geben. Danach die Tahini-Paste zugeben und auch den Zitronensaft und Kreuzkümmel (1 halben Teelöffel) zum Humus geben und verrühren. Zum Schluss die fein gehackte Petersilie und die Oliven auf den Humus streuen, der zuvor in eine große Schüssel gegeben wurde. Sofort mit Fladenbrot zum Dippen servieren. 


Linsensalat
Zutaten (2-3 Portionen):
150 g rote Linsen
1 Zehe Knoblauch 
1 Salatgurke 
1 Paprikaschote (Farbe nach Geschmack)
10 kleine Cocktailtomaten
1 kleiner Bund Frühlingszwiebeln 
Dressing: 
Limettensaft (frisch gepresst, ca. 2 EL)
Salz, Pfeffer, Zucker, Kreuzkümmel gemahlen
Chiliflocken
Sesamöl
Petersilie, fein gehackt (ca. 2 EL)

Einleitung:
Fürs Grillfest, die Beilage zum Dinner oder einfach nur als Snack zwischendurch. Dieser orientalische Salat ist ein Alleskönner.
Zubereitung:
Linsen in einem Sieb waschen und abtropfen lassen. Diese mit ca. ½ Wasser zum Kochen bringen, ein wenig Salz hinzufügen und bissfest kochen (dauert ca. acht Minuten). Linsen abtropfen und abkühlen lassen. 
Knoblauch schälen und in feine Stücke hacken, gewaschene Gurke mit Schale längs halbieren, dann die Hälften in Würfel schneiden. Paprikaschoten halbieren, von Kernen befreien und ebenfalls in kleine Würfel schneiden. Tomaten halbieren und Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden. Limettensaft, Pfeffer, Zucker, Salz und Kreuzkümmel zusammen in einer Schüssel verrühren, danach Chiliflocken, Öl und Petersilie zugeben und vermengen. 
Abgekühlte Linsen zusammen mit Gemüse in eine Schüssel geben und vermengen. Das Dressing darüber geben und nochmals unterheben, danach den Salat eine viertel Stunde ziehen lassen. 


Auberginen mit Couscous
Zutaten (4 Portionen):
4 Aubergine 
200 g Couscous
2 Schalotten
Salz, Pfeffer (grob, schwarz), Kreuzkümmel 
3 EL Olivenöl
2 EL Tomatenmark
Ca. zehn Basilikumblätter
1 EL Ajvar (aus dem Glas)
60 g Gouda oder Ziegenkäse
Nach Belieben Tomaten oder Paprika
200 g Schmand 

Einleitung:
Schnell zubereitet und trotzdem ein echter Blickfang. Auberginen sind aus der Levante-Küche nicht wegzudenken und auch wir haben ein leckeres Rezept getestet, dass nicht nur durch seine Optik überzeugt. 
Zubereitung:
Die Auberginen gründlich waschen und längs halbieren, Salz auf beide Schnittflächen geben. Eine halbe Stunde ziehen lassen, danach Flüssigkeit mit einem Küchenkrepp wegtupfen. Gouda oder Ziegenkäse grob reiben. Couscous mit kaltem Wasser ca. fünf bis acht Minuten einweichen lassen, danach abgießen. Schalloten schälen und in feine Würfel hacken, Basilikumblätter waschen und klein schneiden. Backofen auf 200 Grad Umluft oder Ober-Unterhitze vorheizen. 
Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und Schalotten anbraten, danach Ajvar, Couscous und Tomatenmark zufügen und schwenken. Nach Belieben Tomaten oder Paprika in Stücke schneiden und unter die Masse heben. Kreuzkümmel (ca. zwei Messerspitzen), Pfeffer und Salz zum Abschmecken zugeben und vom Herd nehmen. Auberginen unten nochmals etwas anschneiden, damit sie auf dem Backblech sicher liegen, diese dann eine halbe Stunde vorgaren. Danach die Couscous-Masse auf den Auberginen verteilen und mit dem geriebenen Käse bestreuen. Nochmals zehn Minuten in den Backofen. Schmand mit Basilikum vermengen und als Dip zu den fertigen Auberginen reichen.

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