Die 5-Tage-Powerwoche für Hobbygärtner

Es grünt so grün!

Die Sonne kennt kein Corona – und lässt sich in den letzten Wochen darum immer häufiger blicken. Jetzt beginnt außerdem die perfekte Zeit um Wohnung, Balkon und/oder Garten im Bereich Blumen und Pflanzen so richtig fit zu machen. Auf was Hobbygärtner dabei achten müssen und welche Tricks das Leben auch ohne grünen Daumen leichter machen, haben wir zusammengefasst. Unser Highlight: Wir haben die „Power-Wochen-Challenge“ für Sie. In nur fünf Tagen alles erledigt, was einen echten Hobbygärtner ausmacht.

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Bild: Adobe Stock / DiedovStock
Tag 1: Zimmerpflanzen umtopfen

Wenn Zimmerpflanzen gekauft oder Ableger eingepflanzt werden, ist im Topf meist noch massig Platz. Wenn man allerdings nach einiger Zeit mal einen genauen Blick auf den „Unterboden“ wirft, blinzeln da häufig schon ordentlich Wurzeln hervor. Darum muss der kleine Topf einem größeren weichen – dabei kommt gleich frische Erde zum Einsatz. Pflanzen benötigen ausreichend Platz um gesund zu wachsen, also warten Sie mit dieser Aufgabe nicht zu lange. Wichtig: Beim Umtopfen sollte die Erde nicht bis zum Topfrand gefüllet werden. Lassen Sie ca. 1 cm Luft, damit das Wasser ordentlich und in Ruhe einsickern kann und nicht überläuft. 

Tag 2: DIY-Hängedeko für Kräuter

Ein gutes Kräuterarsenal gehört in jede Küche. Doch neben der richtigen Muse zur Pflege der Kräuter darf auch die richtige „Aufbewahrung“ nicht zu kurz kommen. Basteln Sie sich Ihr eigenes Hängeregal mit nur wenigen Einzelteilen. Sie benötigen 4 Meter Seil/Jutestrick (Durchmesser ca. 1-1,5 cm), ein bis drei Holzbretter (je nach gewünschter Größe des Regals) mit ca. 20 cm Breite und 50 cm Länge, einen Lochbohrer und/oder Stichsäge, 3 Kräutertöpfe, Haken für die Decke. Teilen Sie das Seil in vier einzelne Meter Länge. Binden Sie es an einem Ende zusammen. Bohren Sie in die Holzbretter auf die linke und rechte Seite jeweils an den Enden ein Loch von ca. 2 cm Durchmesser (insgesamt vier Löcher pro Brett). In der Mitte des Brettes bzw. auf die Länge verteilt muss mit der Stichsäge eine oder mehrere Aussparungen im Durchmesser des Kräutertopfs (Achtung: Den unteren Durchmesser des Topfs nehmen, nicht die obere Fläche) gesägt werden. Die vier Seilenden durch die Löcher links und rechts ziehen und direkt darunter einen Knoten legen. In 20 cm Abstand das Verfahren wiederholen, bis die drei Holzbretter untereinander jeweils auf den Knoten aufliegen. Töpfe in die Aussparungen setzen und Regal am Haken in der Decke mit einer gelegten Schlaufe aufhängen. 

Tag 3: Sträucher und Bäume zurückschneiden

Sie haben einen üppigen Garten oder den ein oder anderen Zierstrauch? Es ist längst die Zeit für den Rückschnitt angebrochen, denn dieser ist dringend notwendig, damit Sträucher und Bäume wieder gesund und gesteuert nachtreiben können. Bei Sträuchern gilt generell: Nur aufrecht wachsende und kräftige Äste stehen lassen. Bei Bäumen kommt der richtige Rückschnitt ganz auf die Sorte an, hier sollten Sie sich vom Fachmann im Vorfeld individuell beraten lassen. 

Tag 4: Rasen vertikutieren

Sie sind glücklicher Besitzer eines Gartens mit Rasen? Schön anzusehen, aber natürlich auch jede Menge Arbeit. Beim Vertikutieren finden Rasen und Blumen wieder ausreichend Platz und Luft zum Atmen. Ein Gang längs und ein Gang quer über die Fläche genügen im Regelfall. Wichtig dabei zu beachten: der Rasen sollte trocken sein, um ein perfektes Ergebnis erzielen zu können. Wer keinen eigenen Vertikutierer besitzt, kann sich auch ein passendes Gerät in vielen Baumärkten leihen. 

Tag 5: Wildblumen für alle! 

Wildblumen sind in Zeiten von Debatten um Biodiversität längst keine Unbekannte mehr, im Gegenteil. Ob im Garten oder auf dem Balkon – Wildblumenbeete sind schön fürs Auge und toll für Insekten. Legen Sie doch ihr eigenes Beet in der Erde oder dem Blumenkasten an, die passende Saat findet sich beim Gärtner oder im Gartenbaumarkt. Bei der Ansaat selbst gilt es ans regelmäßige Gießen zu denken und die Standortempfehlung zu beachten. Pralle Sonne tut den Blumen vor allem in der ersten Zeit häufig nicht gut, auch das übermäßige Wässern ist problematisch. 

Lust auf noch mehr Gärtner-Feeling? 

Wer sein Wissen vertiefen möchte, spezielle und individuelle Fragestellungen hat oder sich in einem gewissen Gebiet mehr Skills aneignen möchte, kann einen Gartenworkshop besuchen. Zwischenzeitlich bieten Gartenbaumärkte und Gärtnereien eine Vielzahl von Kursen und Workshops an, um jedem das richtige Gärtnern näherzubringen. Auch Obst- und Gartenbauvereine bieten Schnuppertage und im Rahmen einer Mitgliedschaft umfassende Informationen und Hilfestellungen. Wer sich lieber alleine fortbildet und sich dafür ausreichend Zeit nehmen möchte, kann in einer kurzen Netzrecherche viele Onlineanleitungen und Videos zum Thema Hobbygärtnerei finden.