Kemptens 2. Bürgermeister fordert weitere Entlastung der Gastronomie

«Hilfe in der Not»

Kemptens 2. Bürgermeister Klaus Knoll war am Montag Vormittag, 2 Tage vor der wichtigen Ministerpräsidentenkonferenz in Berlin, zur Aktion „Gedeckter Tisch" der Kemptener Gastronomie erschienen und nahm ebenso wie Oberbürgermeister Thomas Kiechle einen Brandbrief vom Kreisvorsitzenden der DeHoHa Kempten Michael Heel entgegen. Klaus Knoll kennt die Sorgen und Nöte der Gastronomie nur zu gut, war er doch jahrelang als Wirt der Traditionsgaststätte „Meckätzer Bräu" stadtbekannt. Nun stellt der 2. Bürgermeister und Stadtrat der Freien Wähler einen kreativen Antrag an Oberbürgermeister Thomas Kiechle, der das Leid vieler gebeutelter Gastronomen lindern könnte. Nachstehend die Anfrage im Wortlaut:

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Kemptens 2. Bürgermeister Klaus Knoll fordert eine Verlängerung der Herabsetzung der Sondernutzungsgebühren für Gastronomen.Bild: Jörg Spielberg
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DeHoGa-Kreisvorsitzender Michael Heel (M.) bei der Übergabe seines Brandbriefs an die Kemptener Stadtoberen.Bild: privat
Antragstext

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Kiechle,

durch den langen Lockdown und die Schließung unserer örtlichen Gastronomie-und Einzelhandelsbetriebe sind ganze Branchen in gravierende wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten. Auch wenn wir nun hoffentlich kurz vor der Wiedereröffnung der Betriebe stehen, werden viele Betriebe weiterhin ums Überleben kämpfen müssen. Im Vorjahr hatten wir beschlossen, 50 Prozent der Sondernutzungsgebühren für die Kemptener Gastronomie-und Einzelhandelsbetriebe zu erlassen. Ich beantrage hiermit, diese Maßnahmen noch mindestens bis 30.12.2021 fortzuführen. Bis dahin wissen wir auch mehr darüber, wie sich die Corona-Lage auf den städtischen Haushalt auswirkt. Mit den Maßnahmen möchte ich all die stationären Händler und Gastronomen/Hoteliers unterstützen, die von Lockdown extrem betroffen waren und seit Monaten ihre Betriebe geschlossen halten.

Finanzierungsvorschlag

Die Kosten können durch die eingeplanten Ausgaben für Veranstaltungen gedeckt werden, die in diesem Jahr nicht mehr stattfinden können.